Cloppenburg Seit 2006 engagiert sich die Bürgerinitiative „Verkehrs- und Verschönerungsverein für den Cloppenburger Südwesten“ (VVC) für eine Klärung der Krebshäufung in der Stadt Cloppenburg. Dabei stand die erhöhte Krebssterblichkeit rund um die ehemalige Deponie im Mittelpunkt des VVC-Kampfes. Mit Erfolg: Seit Monaten wird nun schon an der rund zehn Millionen Euro teuren Abdeckung der Deponie gearbeitet, die der VVC als eine Hauptursache für die überproportional hohe Krebsrate in diesem Bereich ansieht.

Wenn der Deponiekörper nun bald abgedeckt ist, wie soll es für den VVC in Sachen „Aufklärung der Krebshäufig“ weitergehen? Die NWZ  hat einmal nachgefragt.

Mit einer Gesetzesänderung zum 1. Januar 2013 seien die Bedingungen für kleinräumige Analysen deutlich verbessert worden, erklärte Joachim Kieschke aus der Geschäftsführung/Ärztlichen Leitung des zuständigen Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (Oldenburg) am Freitag. Die zurückliegenden Neuerkrankungen könnten somit neu betrachtet werden. Die Voraussetzungen dafür würden zurzeit abgeklärt werden. Möglicherweise werde die Untersuchung dann auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Damit könnte auch eine erhöhte Sterblichkeit in der Cloppenburger Ortschaft Kellerhöhe in den Fokus rücken. Dort wird eine über Teile des Dorfes verlaufende 230-KV-Stromleitung von der Bevölkerung als Ursache für eine erhöhte Krebssterblichkeit in diesem Bereich angesehen.

Derweil wird der VVC nun den Komplex „Krebshäufung“ für sich beenden. „Bei einem entsprechenden Verantwortungsbewusstsein der zuständigen Gremien – vor allem der Stadt Cloppenburg und des Gesundheitsamtes des Landkreises – wären wir alle schon einige Schritte weiter in der Ursachenforschung zur Krebshäufung in unserer Region“, heißt es in einer Presseerklärung der VVC-Vorständler Franz-Josef Hermes, Bernd Hinrichsmeyer und Dieter Thomee. Künftig wolle man sich auf den Kampf gegen die geplante Südtangente und den vierstreifigen Ausbau der E 233 konzentrieren. „Die Südtangente werden wir verhindern“, gibt sich Hinrichsmeyer selbstbewusst.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.