Cloppenburg Zwei Jahre hat sich das St.-Josefs-Hospital darum bemüht, erneut als Unfallkrankenhaus nach den Richtlinien der Berufsgenossenschaft anerkannt zu werden. Dafür wurde in der Klinik nicht nur in Sachen Raumplanung umstrukturiert, sondern auch finanziell investiert. U. a. musste ein weiterer Computertomograph für 100 000 Euro angeschafft werden.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Das Cloppenburger Krankenhaus hat alle Bedingungen für die Wiedererlangung des sogenannten Verletztenartenverfahrens (VAV) erfüllt. Bedeutet: Seit dem 1. Dezember werden in dem Krankenhaus auch Arbeitsunfälle nach den Kriterien der Berufsgenossenschaft behandelt. Die Zusage gilt bis zum 31. Dezember 2015.

Damit ist das St.-Josefs-Hospital der erste Ansprechpartner für die etwa 3000 Betriebsstätten des produzierenden Gewerbes im Landkreis. Mehr als 18 000 Arbeitnehmer sind laut Klinik-Sprecher Jan-Stephan Schweda in den unfallträchtigen Branchen des Agrar- und Ernährungsgewerbes sowie im Metall-, Maschinen- und Anlagenbau tätig. Auch zähle das Baugewerbe mit seinen mehr 6000 Beschäftigten zu den Branchen mit einem vergleichsweise hohen Verletzungsrisiko für die Arbeitnehmer.

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Dr. Martin Reuter, Chefarzt der Unfallchirurgie, rechnet mit etwa zwei Patienten pro Woche, die infolge ernster Arbeitsunfälle versorgt werden müssen. Die Klinikleitung geht davon aus, dass die von der Berufsgenossenschaft zugrunde gelegte Mindestzahl von 80 Patienten pro Jahr im Landkreis Cloppenburg langfristig übertroffen wird. „Alle Abläufe bei der Versorgung von Leicht- und Schwerverletzten, von der Aufnahme bis zur Operation, konnten gestrafft werden“, zeigte sich Reuter zufrieden.

„Mithilfe des Computertomographen im Schockraum werden die Diagnostikzeiten bei schwer verletzten Patienten halbiert“, so Reuter. Zudem erweiterten neue Implantate, zum Beispiel Marknägel und Platten, die Möglichkeiten bei Schaftbrüchen und gelenknahen Brüchen. „Hier kann zielgerichteter und gewebeschonender gearbeitet werden. Knochenbrüche an Armen und Beinen werden mit der schonenden Schlüssellochtechnik einfacher und stabiler versorgt.“ Darüber hinaus besteht eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Gefäß- und Viszeralchirurgie, bei der Akutversorgung sowie mit der Fachklinik für Orthopädie.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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