GARREL „Jetzt weiß ich, der Minister ist ein guter.“ Mit diesen Worten hat Peter Fleming, Gesellschafter des Garreler Futtermittelherstellers Fleming + Wendeln, am Donnerstag Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann verabschiedet, der auf Einladung und Vermittlung des Garreler Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley (CDU) dem Betrieb einen Besuch abgestattet hatte.

Lindemann interessierte sich besonders für die Strukturen, in denen der Futtermittelbetrieb in seinen Beteiligungen in der Schweineaufzucht organisiert ist. Dass die Landwirte, die mit Fleming + Wendeln zusammenarbeiten, weiterhin ihr eigener Herr sind, passte in das Leitbild des Ministers, das von einer bäuerlichen Landwirtschaft ausgeht, in der die Bauern eigenverantwortlich handeln – als selbstständige Unternehmer. Einem Rückfall in ein verklärtes Bild mit einer Idylle aus den 50-er Jahren erteilte er eine klare Absage. „Die hat es im Übrigen gar nicht gegeben“, so Lindemann.

Ein Rundgang durch das Firmengelände, den Geschäftsführer Josef Abeling gewohnt forschen Schrittes anführte, war der Diskussion vorausgegangen. Lindemann zeigte sich insbesondere beeindruckt von dem hohen Hygienestandard. Selbst für die Reifen der Lastwagen hat man bei Fleming + Wendeln eigene Reinigungsvorrichtungen.

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Verständnis hatte der Minister für die Enttäuschung des Betriebs über den seinerzeitigen Wiederausstieg aus der Förderung von Treibstoff aus Rapsöl. Fleming +Wendeln hatte in Millionenhöhe investiert. Die damals errichteten Anlagen liegen großteils brach: „Kein Meisterstück der Politik“, urteilte Lindemann, wohlwissend, das seinerzeit erst kurz zuvor mit attraktiven Einstiegsbedingungen seitens der Regierung für das Projekt geworben worden war.

Der Minister nutzte die Gelegenheit, sein Tierschutzprogramm zu erläutern. In der modernen Tierproduktion gebe es einige Missstände, die es abzustellen gelte – auch mit Blick auf die Verbraucher und deren Akzeptanz. Lindemann erinnerte an Bilder von unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechender Puten und fragte, ob es wirklich notwendig sei, Eber ohne Betäubung zu kastrieren. In jedem Fall seien die Lösungen zusammen mit der Landwirtschaft zu erarbeiten. Dabei dürfe diesem Wirtschaftszweig nicht die Möglichkeit des Geldverdienens genommen werden.

Lindemann, von Haus aus Jurist, hat den Weg in die Landwirtschaftspolitik übrigens über den damaligen Minister Gerd Glup aus Thüle gefunden. Er war dessen Büroleiter und Referent.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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