Barßel Lennox stellt seine Brotdose auf den Tisch. Wurstbrote, Frikadellen und Tomaten hat ihm seine Mutter mitgegeben. Der Zweijährige verbringt jetzt nach der Sommerpause wieder jeden Freitagvormittag in der Villa Kunterbunt. Er komme gerne hierher, erzählt er, während er durch den Gruppenraum spaziert. Die ebenfalls zwei Jahre alte Kim zaubert indessen mit Wachsmalstiften ein buntes Kunstwerk aufs Papier.

Gegen 8.30 Uhr, so erzählt Betreuerin Jessica Lüken, bringen die ersten Eltern ihre Kinder in der Villa Kunterbunt vorbei. Immer freitags können sie dort bis 11.30 Uhr den Vormittag verbringen. „Hier braucht niemand sich vorher anmelden“, sagt die zweifache Mutter. Seit zwei Jahren engagiert sie sich für den Verein. Jessica Lüken hat an diesem Morgen ihre sechsjährige Tochter Neele dabei. Auch sie hat früher die Villa Kunterbunt besucht. Nun geht das Mädchen in den Kindergarten Elisabethfehn.

Das Team der Villa Kunterbunt besteht aus Eltern, Erzieherinnen sowie dem Vorstand um Vorsitzende Christina Siemer-Brake. 1998 gründeten Eltern das Mütter- und Väterzentrum in Barßel. Die Idee: Kinder zu fördern sowie Kinder und Erwachsene aus Barßel und der Umgebung zusammenzubringen. Neben der offenen Kinderbetreuung füllen auch ein Mini-Kindergarten für Kinder von zwei bis vier Jahren, Krabbelgruppen und ein Tagesmüttertreff das Haus mit Leben.

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Sie freue sich, dass die Gemeinde Barßel hinter ihnen steht, sagt Monika Diekhaus vom Vorstand des Vereins. Die Gemeinde überlässt dem Team das Gebäude mietfrei. Laufende Kosten etwa für Strom, Heizung und Spielzeug trägt der Verein selbst und durch Spenden. Auch handwerkliche Arbeiten erledigen die Eltern in Eigenregie. „Jeder packt mit an“, erklärt Monika Diekhaus.

Das offene Betreuungsangebot nehmen Eltern in Anspruch, die Arzttermine wahrnehmen oder Besorgungen machen müssen, sagt Jessica Lüken. Vier Kinder betreut sie derzeit. Statt einem festen Konzept zu folgen, gestaltet sie gemeinsam mit den Kindern den Vormittag. Zwei sei das Mindestalter, um an der offenen Betreuung teilzunehmen sagt die 35-Jährige.

Die Eltern der Kinder schätzen vor allem die familiäre Atmosphäre der Villa Kunterbunt, meint die Barßelerin. In kleinen Gruppen werden die Mädchen und Jungen altersgerecht betreut und gefördert. „Das klappt gut“, sagt Jessica Lüken. Die Kinder gewöhnen sich dadurch früh an eine Betreuung außerhalb des Elternhauses. Zugleich erleichtere es ihnen den Übergang in den Kindergarten. Als ihre eigenen Kinder klein waren, habe es so ein Angebot noch nicht gegeben, sagt Monika Diekhaus. Das Team der Villa Kunterbunt erfahre viel positive Resonanz auch von Kindergärten.

„Es macht mir Spaß“, sagt Jessica Lüken. Auch wenn die Kinder sie oft „ganz schön auf Trab halten“.


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Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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