Cloppenburg Obwohl es am 1. Mai bis in den frühen Nachmittag teilweise wie aus Kübeln geschüttet hat, ist die erste Maisause im Cloppenburger Stadtpark ein Erfolg gewesen. Rund 3000 Menschen waren gekommen, um an historischer Stätte unter freiem Himmel zu tanzen und auch die eine oder andere Erfrischung zu sich zu nehmen.

Am 29. Mai steht mit Vatertag oder Christi Himmelfahrt nun der zweite Feiertag im Wonnemonat an. Die Menschen werden sich wieder zu tausenden auf ihre Räder schwingen oder sich zu Fuß auf die Suche nach einer Partylokation machen. Da wäre es doch nur logisch, wenn es im Stadtpark eine Fortsetzung gäbe. Die NWZ  hat nachgefragt.

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Schade um zweite Party

„An Christi Himmelfahrt wird es keine Party im Stadtpark geben“, erklärte Günther Rump, Manager der Stadthallen-Betriebs GmbH – die auch die Maisause organisiert hatte – am Mittwoch klar und deutlich. Es sei mit dem benachbarten Amtsgericht bereits im Vorfeld der Mai-Veranstaltung vereinbart worden, nur eine Feier durchzuziehen. Die Belegschaft des Gerichts – so Rump – fühle sich durch den Lärm bei den Auf- und Abbauarbeiten gestört. „Und wenn nur ein Nachbar dagegen ist, machen wir es nicht.“ Der Stadtpark gehört zu einem großen Teil dem Land Niedersachsen, einer kleinerer ist im Besitz der Stadt.

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Amtsgerichts-Chef Thomas Cloppenburg zog am Mittwoch eine eher kritische Bilanz der Feier vor „seinem“ Hause. Die schmale Zufahrt vor dem Gericht sei – entgegen der Zusagen im Vorfeld – teilweise von Fahrzeugen blockiert gewesen. Außerdem sei der Rasen im Stadtpark vorerst „ruiniert“. Darüber hinaus sehe er es kritisch, wenn hunderte alkoholisierte Menschen in unmittelbarer Nähe von „sehr respektablen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden“ ausgelassen feierten. Das Amtsgericht sehe sich nicht in der Rolle eines Spielverderbers, schließlich fänden ja unter anderem auch noch das Schützenfest und das Gauklerfest im Stadtpark statt. Cloppenburg: „Ich habe großes Verständnis dafür, wenn dieses schöne Gelände auch für Veranstaltungen genutzt wird.“ Andererseits halte er eine Stadtpark-Party im Mai für ausreichend.

Auf der Suche nach einer Alternative wird Stadthallen-Manager Rump wohl auch Plan B in der Schublade lassen müssen. Der Platz vor der Roten Schule sei zwar atmosphärisch nicht ganz so schön wie der Stadtpark – man hätte dort aber kurzfristig problemlos eine Vatertagsfete aufziehen können. Allerdings werde zu diesem Zeitpunkt bereits der Junimarkt aufgebaut, der dann am Wochenende 31. Mai bis 2. Juni auf dem Marktplatz über die Bühne geht. Rump: „Wir befinden uns zwar noch in Gesprächen mit der Stadt, aber Stand heute wird es auch dort wohl nichts werden.“

Für den 1. Mai 2015 soll es hingegen wieder grünes Licht im Stadtpark geben. Man plane – so Rump – auf jeden Fall eine zweite Maisause, nachdem es von den Besuchern jede Menge positive Rückmeldungen gegeben habe.

Kritik hagelte es dagegen hinsichtlich der Getränke-Versorgung. „Wir hatten fünf Getränkewagen aufgebaut, beim nächsten Mal werden es wohl drei bis vier mehr sein. Es war das erste Mal. Wir haben daraus gelernt“, gab sich Rump einsichtig.

Die Spuren, die die Party am 1. Mai auf dem seinerzeit völlig durchnässten Rasen hinterlassen hat, seien – so Rump – bald wieder beseitigt. Der städtische Bauhof habe das Grün gewalzt und teilweise neuen Rasen eingesät.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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