CLOPPENBURG Für sein Lebenswerk ist der Addruper Unternehmer Heinrich Wernsing am Freitag beim Unternehmerabend des Verbundes Oldenburger Münsterland in der Cloppenburger Stadthalle ausgezeichnet worden. „Wernsing ist als Unternehmer so ungewöhnlich und herausragend – wie er gleichzeitig als Südoldenburger unverkennbar ist“, lobte Laudator Philip von dem Bussche, Vorstandssprecher der KWS Saat AG und ehemaliger Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft.

Mit unternehmerischem Gespür und einem Eigenkapital von 12 000 Euro beschloss der gelernte Bäcker Wernsing vor 47 Jahren, Pommes frites herzustellen. Damals öffneten gerade die ersten Imbissbuden im Umland. Seit 1962 hat er den Ruf der Wernsing Feinkost GmbH als Spezialist für Kartoffel-, Feinkost- und Convenience-Produkte kontinuierlich ausgebaut.

Die Kartoffel brachte das Geschäft ins Rollen. Noch heute macht Wernsing aus mehr als 500 000 Tonnen Kartoffeln knusprige Beilagen und raffinierte Gerichte. Hochleistungsfähige Maschinen verarbeiten Kartoffeln weitgehend automatisch zu Fritten oder Bratkartoffeln – frisch, gegart oder tiefgekühlt.

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Bereits vor 1965 erweiterte der Jungunternehmer das Produktsortiment um Kartoffelsalate, Mayonnaise und Ketchup. Von Anfang an optimierte er die Produktion durch den Einsatz moderner Technik und widmete sich der Erweiterung seines Sortimentes. So nahm er 1980 die Produktion von Salaten auf.

1992 trat Stefan Wernsing, eines der Kinder des Ehepaars Ingrid und Heinrich Wernsing, in den Betrieb ein. Gemeinsam trieben Vater und Sohn die Entwicklung der Unternehmensgruppe voran, die heute mit Produktionsstätten in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Dänemark und Schweden vertreten ist. „Die erfolgreichsten Betriebe sind familiengeführt“, lobt von dem Bussche.

Wernsing Feinkost produziert mehr als 200 000 Tonnen Lebensmittel im Jahr. Die Firmengruppe gehört mit 650 Mio Euro Jahresumsatz und 2650 Beschäftigten zu den 100 größten Unternehmen Niedersachsens und ist doch untrennbar mit dem Standort Essen/Addrup verbunden.

Während Sohn Stefan heute das Tagesgeschäft leitet, steht ihm der 75-jährige Heinrich Wernsing vor allem bei strategischen Fragen zur Seite. Ansonsten nimmt er sich Zeit für die Familie. Seine Leidenschaft für das Unternehmen und die Kartoffel ist indes unverändert.

siehe Wirtschaft, Seite 23

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