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Kampe Wenn Kunden in der Gärtnerei Ostermann nach Pflanzen fragen, ist vielen vor allem eine Sache wichtig: „Die Leute wollen bienenfreundliche Gewächse in ihrem Garten haben und achten stark darauf“, sagt Paul Ostermann, der die Gärtnerei in Kampe gemeinsam mit seiner Frau Angela Ostermann betreibt. Vielen sei stärker bewusst geworden, wie wichtig auch die Insekten für einen blühenden Garten sind.

Damit die Kunden eine bessere Orientierung haben und schneller erkennen können, welche Pflanzen bienenfreundlich sind, ist ein Preisschild mit der Aufschrift „Bienenfreundliche Stauden“ versehen. Eine Information, die für erfahrene Gärtner nicht neu ist: „80 bis 90 Prozent aller Stauden sind bienenfreundlich“, erklärt Ostermann.

Bienenfreundliche Pflanzen seien vor allem an einer offenen Blüte zu erkennen: „Je offener die Blüte, desto besser kommen die Bienen an den Nektar ran“, verdeutlicht Ostermann. Nicht nur für die Bienen ist dies wichtig. Wer Obstbäume im Garten hat, wird ohne bienenfreundliche Gewächse kaum frische Früchte pflücken können. „Das Bewusstsein der Leute für diese natürlichen Zusammenhänge ist viel stärker als noch vor ein paar Jahren. Durch die Informationen in Medien und Fachzeitschriften hat ein Umdenken stattgefunden“, stellt Ostermann fest.

Der Trend zum Steingarten mit Pflanzen ohne Blüten ist seiner Meinung nach auch deswegen rückläufig: „Ein Steinbeet ist tot. Meist werden Pflanzen ausgewählt, bei denen keine Blätter abfallen. Dann ist jedoch auch kein Leben enthalten.“ Wenn jemand ein Steinbeet hat und dafür Pflanzen kaufen möchte, rät er zu einem klassischen Beet: „Ich muss selber für die Sache brennen, um andere anzustecken.“

Den Unterschied zwischen Pflanzen, die offene Blüten haben und somit bienenfreundlich sind und denen, die zumeist in Schottergärten gepflanzt werden, zeigt er an einem einfachen Beispiel: „Die Pflanzen riechen intensiv, dieser Duft zieht anschließend auch auf die Terrasse rüber.“

Viele Steingarten-Besitzer betonen, dass sie nur wenig Zeit für die Pflege ihres Grüns haben und deswegen einen pflegeleichteren Garten wollen. Doch auch in einem solchen Fall kann etwas für die Bienen getan werden: „Alpenrosen, Grasnelken, die Akelei und auch Salbei sind pflegeleicht, verlieren nicht viele Blätter und können auch in Steinbeete gepflanzt werden“, sagt Ostermann.

Er rät zu etwas mehr Gelassenheit bei der Gartenpflege: „Es darf auch mal etwas Unkraut im Beet sein.“ Auch für diejenigen, die bisher nicht so viel Zeit im Garten verbracht haben, hat Ostermann einen Tipp parat: „Jeder kann einfach damit anfangen, das richtige Händchen kommt mit der Zeit.“

Für den Anfang ist es hilfreich, verschiedene Pflanzen zu kaufen, damit der Garten immer bunt ist: „Es gibt Stauden, die nur im Frühjahr, nur im Sommer und nur im Herbst blühen.“ Der Vorteil ist dabei auch, dass nicht ständig neu gepflanzt werden muss, wodurch der Garten ebenfalls pflegeleichter ist.

Stark im Trend sind in diesem Jahr auch Bidens und Zauberglöckchen, beide sind ebenfalls bienenfreundlich. Ostermann ist sich sicher, dass der Hinweis darauf demnächst auch bei jeder Pflanze am Etikett steht.


     www.nwzonline.de/insektenjahr 
Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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