FRIESOYTHE Wer hinter diese Tür tritt, könnte meinen, er sei in einem Fahrradkeller gelandet. Hier stehen etliche Räder in verschiedenen Größen, Farben und von unterschiedlichen Marken. Doch wenn man in den Kellerraum weiter hinein geht, entdeckt man noch andere Dinge. Neben der Tür hängt ein Schlüsselbrett. Die Schlüssel hängen allerdings nicht mit ihrem Ring an den Nägeln – nein, sie sind in Klarsichthüllen gewickelt und mit Zetteln versehen. Bei einem hölzernen Regal an der Wand auf der anderen Seite neben der Tür bleibt der Blick an einem Koffer hängen. Dort drin versteckt sich eine Fernsehkamera, deren Wert man nur schwer zu schätzen vermag. Beim weiteren Stöbern stolpert man über Reisekoffer, Espressotassen und Sonnenbrillen.

„Die Leute verlieren wirklich alles“, meint Hermann Rolf-Wittlake. Er ist der Bereichsleiter des Bürger-Servicecenters im Friesoyther Rathaus. Und er für die NWZ  die Tür des Fundbüros geöffnet, das sich als Keller entpuppt. Er und seine Kollegin Petra Lampe haben schon allerhand Kuriositäten, aber auch ganz normale Dinge, wie eben Fahrräder, in den Fundkeller bringen können. „Manchmal fragt man sich schon, wie es passieren kann, dass man bestimmte Dinge verliert“, meint Rolf-Wittlake und erwähnt dabei, dass sogar schon ein Rollator gefunden worden sei. Außerdem sind es nicht nur Friesoyther, die hier in der Stadt ihre Sachen liegen lassen. So hat schon ein ausländischer Geschäftsmann sein wichtiges Adressbuch verloren. Immer wieder kommt es vor, dass Gäste aus dem Nachbarstaat Niederlande hier etwas vermissen. Vieles konnte auch schon wieder in die Hände des Besitzers zurück gehen – das, was nach einem halben Jahr nicht vermisst wurde, wird versteigert. Doch bevor die Dinge unter den Hammer kommen, hat jeder Gelegenheit, sie zurückzuholen. Beim Internetportal der Stadt kann man schon vorab schauen, ob sein vermisster Gegenstand dort aufgeführt ist. Auch per Telefon ist Auskunft möglich.

Wer dann nachweisen kann, dass ihm das Fundstück auch tatsächlich gehört, kann es im Rathaus abholen. So wechseln die Gegenstände zurück zu ihrem ursprünglichen oder, bei einer Versteigerung, ihrem neuen Besitzer. Dadurch gibt es immer wieder etwas Neues hinter der Tür des Friesoyther Fundbüros zu entdecken.

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