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Hoheging Hohe Wellen schlägt derzeit ein Gutachten zum Sterben der Eichen in Hoheging, das der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) unlängst in einer Zusammenfassung veröffentlicht hat: „Wir fühlen uns verhohnepipelt“, sagt Anlieger Rolf Frilling – auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Bürgervereins Hoheging-Kellerhöhe-Bürgermoor.

Das Gutachten sollte Klarheit darüber bringen, ob der durch die Wasserförderung des OOWV abgesenkte Grundwasserspiegel mitverantwortlich für das Absterben der Bäume sein könnte. Gutachter Uwe Albers (Köln) hatte nach einem Ortstermin befunden, dass dem nicht so sei und dass die Eichen in ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte möglicherweise nie Kontakt zum Grundwasser gehabt hätten.

Diese Behauptung bringt Frilling, seinen Vater Bernd und den ehemaligen Ratsherrn Bernd Rebel auf den Baum: Aus ihrer Erinnerung wissen sie ganz genau, dass das Gebiet rund um den Baumweg immer nass war, und Rebel belegt durch Statistiken, dass der Grundwasserspiegel extrem gefallen ist, seitdem der OOWV dort jährlich vier Millionen Kubikmeter fördert und die Fördermenge möglichst noch auf fünf Millionen erhöhen will.

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„Als es nur drei Millionen waren, war alles noch in Ordnung“, sagt Heinz Janßen aus Höltinghausen, der sich lange auch als Chef des CDU-Gemeindeverbands Emstek mit der Problematik beschäftigt hat und auch am Runden Tisch des OOWV zu diesem Thema sitzt. Für ihn und seine Mitstreiter aus HoKeBü ist klar, dass man den Kindern und Enkeln eine Wüste hinterlassen wird, wenn der OOWV seine Fördermenge nicht drosselt.

Wie zum Beweis, dass das Wasser früher höher stand, holen Bernd und Rolf Frilling ein altes Bild vom Hof hervor, der an der Straße Am Schützenplatz liegt. Zu den sechs Brunnen des OOWV sind es nur etwa 100 Meter, und auf dem Wall sterben die Eichen. Auf Bild sind auf den umliegenden Wiesen Pfützen zu sehen und die fruchtbare Nässe des Geländes ist zu spüren: „Das ist heute nicht mehr so“, sagt Rolf Frilling, und sein Vater, der dort seit rund 40 Jahren lebt, nickt. Auch die Gräben und die Vehne, die das Gelände durchziehen, sind weitgehend trocken.

Frillings, Rebel und Janßen fordern im Namen der Bevölkerung eine nachhaltige Wasserförderung, die die Natur bewahrt. Der OOWV müsse notfalls auch woanders Brunnen bohren: Wasserversorgung müsse sein, aber nicht auf Kosten der Natur rund um den Baumweg und der Menschen, die dort wohnen.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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