Bösel Der Verkauf der Grundstücke im neuen Baugebiet Bösel-Nord soll der Gemeinde kräftig Geld in die Kasse spülen. Mit dem Geld rechnet die Verwaltung, um die Gemeindesäckel zu entlasten. 45 bis 50 Bauplätze sollen zunächst entwickelt werden. Einen wichtigen Schritt dahin hat der Gemeinderat am Mittwochabend gemacht, indem er einhellig die Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan als Satzung beschlossen hat. Beraten und abgestimmt wurde auch über die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange – private Einwendungen gab es nicht.

Die so genannte Prospektion, die Bodenuntersuchung, hatte nach Angaben der Verwaltung nur im nordwestlichen Bereich einige Funde zu Tage gefördert, die bereits dokumentiert worden sind. Die Gemeinde erwartet nun die Freigabe durch die Denkmalbehörde. Im Süden – die Flächen gehören einer Privatperson – sei bislang keine Prospektion durchgeführt worden.

Kleine Veränderungen ergeben sich durch die Stellungnahme der Friesoyther Wasseracht: Sie nämlich fordert einen Abstand von zehn Metern zum verrohrten Fladderberg Schloot im Westen. Das dortige Mischgebiet wird entsprechend verringert, betroffen sind zwei Grundstücke, die etwas kleiner werden.

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Die Gemeinde hatte zudem ein von der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer empfohlenes Lärmgutachten in Auftrag gegeben, um die Lärmemissionen aus dem Gewerbegebiet Osterloh und die möglichen Auswirkungen auf das Baugebiet zu analysieren. Das Ergebnis: „keine Nutzungskonflikte“.

Die Grundstücke sollen zwischen 600 und rund 1000 Quadratmeter groß sein. Der Quadratmeterpreis, über den der Rat noch entscheiden muss, wird sich zwischen 47 und 60 Euro bewegen. Auch eine Bauverpflichtung soll es geben. Die konkreten Vergabekriterien soll der Gemeinderat im Oktober vor den Herbstferien beschließen, um dann zügig mit dem Grundstücksverkauf starten zu können.

Der Flächennutzungsplan wird zwar auch schon für den nördlichen Bereich mit geändert. Allerdings stehen die Emissionswerte dort derzeit einer Entwicklung entgegen. Die rund 50 Grundstücke in dem Bereich werden in einem zweiten Schritt auf den Markt gebracht. Heiko Thoben, CDU-Fraktionsvorsitzender, ist jedoch der Ansicht, dass dieser zweite Schritt angesichts der langen Warteliste für Baugrundstücke schnell erforderlich sein könnte. Gemeinderat und -verwaltung hoffen nun, dass der Landkreis der Änderung des Flächennutzungsplans schnell zustimmt, um in die Vermarktung gehen zu können.

CDU-Fraktion und Bündnis Bösel zeigten sich gleichermaßen froh, dass die langwierigen Verhandlungen letztlich zum Erfolg geführt hätten und nun eine „Top-Wohnlage in Zentrumsnähe“ (Thoben) entstehe. Martin Meinerling (Bündnis Bösel) sagte, er sei glücklich, dass die Weichen seinerzeit richtig gestellt worden seien.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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