CLOPPENBURG Das Cloppenburger St.-Josefs-Hospital hat sich mit dem Krankenhäusern Emstek und Vechta unter dem Namen „Katholische Kliniken Oldenburger Münsterland Cloppenburg-Emstek-Vechta“ zusammengeschlossen. Das haben am Freitagmorgen die Kuratoriumsvorsitzenden der drei Stiftungen als Träger der Krankenhäuser, Pastor Michael Heyer (Emstek), Propst Kurt Schulte (Vechta) und Dechant Hartmut Niehues (Cloppenburg), mitgeteilt.

Die Verträge seien am Donnerstagabend unterschrieben worden, der Zusammenschluss soll zum 1. August wirksam werden.

Gegründet worden ist dafür eine gemeinnützige GmbH, die geleitet wird von einer Geschäftsführung, bestehend aus Michael gr. Hackmann, Verwaltungsleiter des Cloppenburger Hospitals, sowie Clemens Schmitz aus Emstek und Helmut Themann aus Vechta. Letzterer war im März als Kuratoriumsvorsitzender des St.-Josefs-Hospitals zurückgetreten. Kontrolliert wird die Geschäftsführung von einem Aufsichtsrat, in den von Cloppenburger Seite die Kuratoriumsmitglieder Jürgen Werrelmann und Franz Kampsen sowie Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese entsandt werden. Zudem gibt es eine Gesellschafterversammlung, die über die Ausrichtung der GmbH entscheiden soll.

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„Partner auf Augenhöhe“

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Niehues. Verschiedene Optionen – unter anderem der Zusammenschluss mit der von der Bürgerinitiative „Rettet unser Krankenhaus“ favorisierten St.-Franziskus-Stiftung Münster – seien geprüft worden. Das Plazet für die Katholische Kliniken Emstek-Vechta gGmbH – diese waren vor zwei Jahren zusammengegangen – sei gefallen, weil man eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ angestrebt habe, so Niehues. So sind denn auch alle drei Kliniken zu gleichen Teilen mit jeweils 33,33 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligt. Wichtige Entscheidungen könnten so nur einstimmig erfolgen, erläuterten die Kuratoriumsvertreter im Gespräch weiter.

Betrieb wird eingebracht

Eingebracht in die neue Gesellschaft wird nur der Betrieb des Krankenhauses und des Gemeindepsychiatrischen Zentrums. Grundstücke und Gebäude des Krankenhauses bleiben weiter im Besitz der Stiftung. Auch der Name St.-Josefs-Hospital bleibt bestehen. „Der Leistungskatalog soll weiter erhalten und gesichert werden“, umschrieb Dechant Niehues den Kurs für das Cloppenburger Hospital. Auf der anderen Seite gelte es aber, flexibel auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Eine Bestandsgarantie haben die Verantwortlichen in einem „Grundsicherungsvertrag“ für Hospital und Abteilungen für die nächsten zehn Jahre abgegeben.

2000 Arbeitnehmer

Durch den Zusammenschluss sollen Synergieeffekte auf allen Ebenen genutzt werden, erläuterten die Kuratoriumsvorsitzenden weiter. Bereits bestehende Kompetenzen – die so genannten „Leuchttürme“ der jeweiligen Krankenhäuser – sollen gestärkt und ausgebaut werden. Als Beispiele genannt wurden hier die Gefäßchirurgie in Cloppenburg, die Kinder- und Jugendmedizin in Vechta und die Versorgung mit orthopädischen Prothesen in Emstek.

Der Schritt sei auch wichtig für die Sicherung der Arbeitsplätze, die in vollem Umfang erhalten bleiben sollen. Mit rund 2000 Arbeitnehmern sei der Verbund künftig einer der größten Arbeitgeber im Oldenburger Münsterland. Positiver Effekt seien gute Weiterbildungsmöglichkeiten.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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