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Bösel Wenn am kommenden Sonnabend, 21. März, der humanitäre Transport des Arbeitskreises „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ im Landkreis Cloppenburg startet, dann kann auch gefeiert werden. Denn zum 20. Mal sind die ehrenamtlichen Helfer in Richtung Tschernobyl unterwegs.

Mit zwei Lastwagen und zwei Wohnmobilen werden am frühen Morgen Ralf Meyer, Frank Schwalm, Jörg Lübbe, Ludger Meiners, Maria Block, Andreas Meister, Alfons Elberfeld, Martin Pille, Johannes Olliges, Ludwig Wreesmann, Franz Niemöller und Holger Pekeler in Richtung Ukraine starten. Die beiden Lkw werden von zwei Böseler Firmen zur Verfügung gestellt. Die Leitung des Hilfstransportes obliegt Ludwig Wreesmann.

Los geht es mit etwa 2400 Paketen, die das ganze Jahr über von vielen Helfern jeden Montag unter Leitung von Maria Block und Hubert Theilmann in den Lagerräumen von Martin und Thekla Oltmann an der Fladderburger Straße 40 gepackt wurden. „Die Familie Oltmann war und ist für uns wie liebevolle Herbergseltern. Sie gibt uns Hilfestellung wo und wie immer es geht“, sind sich alle vom Arbeitskreis einig.

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Neben Kleidung, Bettzeug, Schuhe, Brillen, Hörgeräte, Dreiräder, Fahrräder und Papier werden auch orthopädische Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen transportiert. Diese sind von einem Orthopädiebetrieb in Westerstede kostenlos und repariert zur Verfügung gestellt worden. Schokolade, Kaffee und Tee sind noch dringend erwünscht.

Lebensmittel wie Reis, Mehl, Nudeln, Fleisch, Wurst und Käse sollen vor Ort in Retschiza gekauft und von Haus zu Haus in den Dörfern der Verstrahlungsgebiete verteilt werden. Unter anderem ist in Staro Krasnoje die Not am Größten. Die Krankheitsraten sind nach dem Atomunglück nach wie vor hoch, die Arbeitslosigkeit ist ebenso groß wie die Armutsgrenze. Dazu kommt die Landflucht der jungen Generation.

Der Arbeitskreis „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ Cloppenburg arbeitet vor Ort sehr eng mit dem dortigen Internationalen Roten Kreuz zusammen. Die Hilfsgruppe ist ausschließlich auf Spenden angewiesen, denn sie erhält keinerlei staatliche Förderung. Spenden können auf ein spezielles Konto bei der Volksbank Bösel eingezahlt werden. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. Spender können auch konkrete Patenschaften übernehmen.

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