Harkebrügge Wo im vergangenen Jahr noch der Mais geerntet wurde, sollen demnächst in Zentrumsnähe auf dem Esch in Harkebrügge auf einer Fläche von mehr als sechs Hektar Wohnhäuser errichtet werden. Die Gemeinde Barßel hat dort Bauland mit rund 70 Grundstücken ausgewiesen und schon seit längerer Zeit den entsprechenden Bebauungsplan Nr. 58 „Harkebrügge – vor dem Esch“ und die Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht. Verwirklicht wird das Projekt durch den privaten Vorhabenträger, die Spar- und Darlehnskasse Friesoythe.

Die Vermarktung der Bauplätze hätte schon vor gut einem Jahr erfolgen sollen. Doch bisher ist noch nicht ein einziger Bauplatz verkauft worden. Das ärgert nicht nur die Bauwilligen, die sich um einen Bauplatz bemüht haben, sondern auch den Aktivkreis Harkebrügge. „Viele junge Harkebrügger Familien wollen gerne auf dem Esch bauen, können es aber bisher nicht. Es gibt schon Bauwillige, die sich nach anderen Bauplätzen außerhalb von Harkebrügge umsehen, dabei möchten sie gerne im Ort wohnen bleiben“, heißt es vom Aktivkreis. Die lange Verzögerung können sie sich nicht erklären.

Woran liegt es nun? „Es ist richtig, dass es zahlreiche Bauwillige gibt, die sich auch Baugrundstücke auf dem Esch haben reservieren lassen. Aber wir können derzeit keine Bauplätze verkaufen, da die rechtlichen Voraussetzungen noch nicht vorliegen. Sowohl der Bebauungsplan als auch der Flächennutzungsplan sind vom Landkreis Cloppenburg noch nicht genehmigt worden. So sind uns jetzt die Hände noch gebunden“, bedauert Karl-Heinz Looschen, der bei der Spar- und Darlehnskasse für die Vermarktung der Grundstücke zuständig ist. An der Gemeinde Barßel läge es nicht, die habe bestens gearbeitet. Sobald alles unter Dach und Fach ist, werden die ersten Grundstücke verkauft. „Wir haben alle Bauinteressenten über den Stand der laufenden Planungen informiert“, so Looschen.

Mittlerweile wurden in dieser Woche immerhin die städtebaulichen Erschließungsverträge mit der Gemeinde Barßel abgeschlossen. Es scheint vorwärts zu gehen. Verzögert hat sich die ganze Geschichte auch, weil auf der Fläche in den vergangenen Jahren Ausgrabungen stattgefunden hatten, da im Baugebiet Bodendenkmäler vermutet wurden. Doch das hat sich nicht bestätigt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sowohl den Bebauungsplan aufgestellt, als auch den Flächennutzungsplan geändert. Dabei wurden auch die Bedenken in Bezug auf die landwirtschaftlichen Emissionen ausgeräumt und archäologische Fundstellen gab es auch nicht. Die Pläne liegen beim Landkreis. Der hat jetzt den Spielball. Mehr können wir nicht machen“, bedauert auch Hans Schulte, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Barßel, die Verzögerung. Er geht aber davon aus, dass schon bald mit der Erschließung des Baugebietes begonnen werden kann.

Zurzeit erfolgt die Erschließung des Baugebietes über die Dorfstraße (L 832). „Die Ausbauarbeiten laufen auf Hochtouren“, sagt Looschen.

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