CLOPPENBURG „Die Zeiten, in denen sich der Arbeitnehmer alles gefallen lässt, sind vorbei“ – so lautete die Begründung eines Mitarbeiters von Lumberg Connect Cloppenburg für einen halbstündigen Warnstreik am Freitag. Nachdem die Tarifverhandlungen am Freitag, 27. April, für die Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie keine Fortschritte gemacht hatte, rief die IG Metall (IGM) Oldenburg und Wilhelmshaven flächendeckend in elf Betrieben zu Arbeitsniederlegungen auf.

Rund 150 Beschäftigte von Lumberg nahmen an der Aktion teil. „Damit sind unsere Erwartungen deutlich übertroffen worden“, sagte Andreas Hinz von der IGM Oldenburg. Er nannte als Grund für das Scheitern der vorhergegangenen Verhandlungen die fehlende Unruhe in den Betrieben. „Ihr setzt heute mit eurer hohen Beteiligung ein Signal, dass die Arbeitgeber nicht ignorieren können.“

Ein Beschäftigter fügte in seiner Rede hinzu: „Die Leitung braucht den Druck, freiwillig gibt sie uns gar nichts!“

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Die Stimmung im Betrieb sei im Keller, es herrsche Unsicherheit bei allen Arbeitnehmern. Sie fühlten sich, als wolle die Firma die Gewinne nur für sich horten. „Wir, die für die gute wirtschaftliche Lage in diesem Jahr verantwortlich sind, sollen leer ausgehen“, hieß es in der Menge.

Man müsse jetzt vor allem zukunftsorientiert denken. Sollten die Forderungen nicht durchgesetzt werden, prophezeien einige Beschäftigte: „In diesem Fall wird nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht werden. Sich nebenbei um Aufgaben kümmern, die eigentlich nicht in den eigenen Bereich fallen – das wird es nicht mehr geben.“

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