Zeiskam /Klein Roscharden Im Jahr 2011 stand der 18-jährige Auszubildende zum Speditionskaufmann bereits als Juniorenreiter (bis 18 Jahre) ganz oben auf dem Siegerpodest. Im ostwestfälischen Freudenberg hatte sich Guido Klatte jun. von der RG Klein Roscharden die Goldmedaille gesichert.

Im rheinland-pfälzischen Zeiskam (die NWZ  berichtete) stand er am vergangenen Sonntag wieder ganz oben auf dem Siegerpodest der Deutschen Jugendmeisterschaft. Dieses Mal bei den Jungen Reitern (18 bis 21 Jahre).

Damals wie heute links und rechts auf dem Treppchen eskortiert von Maurice Tebbel (Emsbüren) und Laura Klaphake (Steinfeld). Zwischen Freudenberg und Zeiskam gab es für den talentierten Springreiter 2010 bereits in Aachen die Bronzemedaille und im letzten Jahr in München die Silbermedaille. 2012 im rheinländischen Hünxe ging Klatte jun. leer aus. „Die Endplatzierung habe ich mir nicht gemerkt“.

Der Titelgewinn in Zeiskam im ersten Junge Reiter-Jahr war kein Selbstläufer. Im Sattel des neunjährigen Hengstes Cornet’s Prinz wollte er in Zeiskam „eine gute Platzierung. Mit einer Medaille habe ich nicht spekuliert, schon gar nicht mit Gold“.

Klatte jun. gibt aber gern zu: „Ich war heiß, wollte was erreichen.“ Beim Blick auf das Starterfeld habe er nur gedacht, „die anderen Reiter wie Lühti, Tebbel, Klaphake und auch mein Vereinskamerad Henry Vaske, um nur einige zu nennen, waren bisher so souverän in diesem Jahr, da hast du keine Schnitte.“ Nach der ersten Wertung Rang sechs, nach der zweiten Wertung Rang drei ohne einen Springfehler hievten den Roschardener in den Favoritenkreis. Und dann ging es im Finale mit zwei Umläufen zur Sache. Im zweiten Umlauf des Finales konnte sich Klatte jun. nach einem „Favoritensterben“ sogar einen Springfehler als letzter Reiter erlauben.

„Als dann schon an Sprung zwei genau ein Fehler passierte, habe ich nur gedacht, du musst in der Zeit bleiben, sonst ist eine Medaille weg. Ich habe nicht gewusst, dass es Gold ist, als ich den letzten Sprung meisterte und das Publikum jubelte. Ich dachte, die jubeln Maurice Tebbel zu“. Erst auf dem Abreiteplatz kapierte Klatte jun., was ihm da gerade gelungen war. „Cornet’s Prinz war einfach klasse!“ Ein dickes Lob gab es vom Bundestrainer Markus Merschformann. „Der Guido hat unheimlich gekämpft. Er hat verdient gewonnen und bleibt immer bodenständig. Das war bei den Jungen Reiter schon eine Weser-Ems-Meisterschaft“, zählte Merschformann auch Henry Vaske zu den Topreitern, der im Finale mit zwei Springfehlern von Rang zwei auf Rang sieben zurückfiel. Guido Klatte jun. selbst sagt: „Deutschland hat wohl noch nie so gute und in der Menge Junge Reiter gehabt. Die europäischen Föderationen beneiden uns darum.“

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