CLOPPENBURG /SCHNEIDERKRUG Die Schneiderkruger GS agri Genossenschaft hat auf ihrer Generalversammlung am Montagabend in der Cloppenburger Stadthalle der Fusion mit der Ein- und Verkaufsgenossenschaft Emstek eine klare Absage erteilt. Vor rund 400 Mitgliedern erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Fröhle, dass die Generalversammlung der EVG am vergangenen Donnerstag gezeigt habe, dass ein Drittel der Emsteker Landwirte die GS agri nicht als Partner wolle. Unter diesen Umständen habe man kein weiteres Interesse an einer Verschmelzung. Diskutiert wurde die Erklärung nicht.

Die Fusion war eigentlich von den Leitungsgremien beider Genossenschaften bereits beschlossen, 40 EVG-Mitglieder machten ihrer Führung aber einen Strich durch die Rechnung. Die Fusion wurde zwar mehrheitlich befürwortet, die notwendigen 75 Prozent an Ja-Stimmen wurden aber knapp verfehlt. Wie es jetzt mit der möglicherweise vor einer Insolvenz stehenden EVG weiter geht, ist offen.

Die Versammlung der GS agri war von großer Einmütigkeit gekennzeichnet. „Trotz der Finanzkrise haben wir ein ordentliches Ergebnis erreicht“, sagte Fröhle. Zuvor hatten die geschäftsführenden Vorstände Anton Krömer und Engelbert Klövekorn die Bilanz erläutert. Danach hat die GS 2008 mit einem Bilanzgewinn von 853 000 Euro abgeschlossen. Die Eigenkapitalausstattung sei mit 30 Millionen Euro gut. Der Gesamtumsatz habe bei gut 300 Millionen Euro gelegen und steige seit mehreren Jahren stetig. Der Top-Umsatz im Jahr 2007 sei auf das damalig hohe Preisniveau zurückzuführen.

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Der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten der Genossenschaft liege weiter klar beim Mischfutter. Aber auch die anderen Bereichen hätten sich gut entwickelt.

Die Generalversammlung stimmte den Berichten zu und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat ohne Gegenstimme. Fröhle und sein Stellvertreter Josef Möhlmann, beide mehr als 20 Jahre im Amt, wurden einstimmig wiedergewählt. Beide Gremien dankten den Mitarbeitern für deren Einsatz.

Die Zahl der Mitglieder ist im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen. Sie betrug zum Jahresende 2682.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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