CLOPPENBURG Für rund 450 000 Euro soll der Übergang vom Marktplatz bis zur Fußgängerzone neu gestaltet werden. Der Entwurfsplanung des Ingenieurbüros IPW (Wallenhorst), die IPW-Mitarbeiterin Stephanie Janning am Mittwoch im Rathaus vorstellte, stimmten die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses einstimmig zu.

Das Geld stammt aus dem Topf des niedersächsischen ISEK-Förderprogramms: Drei Millionen Euro standen und stehen für die Umgestaltung des Soestenumfelds im Bereich des Bernay-Platzes, die Sanierung der Langen Straße und eben die Umgestaltung vom Marktplatz zur Fußgängerzone zur Verfügung.

Der Fortmannsweg soll nach den vorliegenden Plänen verkehrsberuhigt und mit der Schaffung einer Platzsituation unmittelbar an der „Big-Ben-Spielhalle“ attraktiver gestaltet werden. Darüber hinaus soll an der Eschstraße auf Seiten des Marktplatzes ein breiter Streifen mit Bänken und Grünflächen entstehen. Ein Wassertisch, der für den optischen Höhepunkt sorgen soll, muss aus Kostengründen entfallen.

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Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Neben dem Wasserelement können auch in den Boden eingelassene LED-Fliesen, eine Pflasterung des Übergangs „Eschstraße“ und Bushaltebuchten aus Kostengründen nicht realisiert werden. Janning: „Man kann mit 450 000 Euro nicht den großen Wurf machen!“

Falls die Gefahr bestünde – so UWG-Ausschussmitglied Constanze Korfhage –, dass die Sparversion einer „Totgeburt“ gleiche, solle man die ISEK-Mittel lieber wieder nach Hannover zurückgeben und alles lassen wie es ist. „Das sind schließlich auch Steuergelder.“

Yilmaz Mutlu (FDP) will die 450 000 Euro an der Oberen Langen Straße investieren. Dort sollten am Eingang zur Fußgängerzone optische Highlights gesetzt werden. Ein Plan, der im Ausschuss auf wenig Gegenliebe stieß.

Planungsamtsleiter Hermann Asbree ermahnte die Ausschussmitglieder, den Zeitrahmen einzuhalten, in dem die Fördergelder abrufbar seien. Die Stadt könne zunächst einen Orientierungsantrag stellen, die weiteren Details der Umgestaltung könnten anschließend noch besprochen werden.

  Darüber hinaus beschloss der Ausschuss mehrheitlich, für das Betriebsgelände des „Tannenhof Meyer“ ein Sondergebiet auszuweisen und einen Flächennutzungsplanänderung zur Bestandssicherung des Betriebes mit typischem Landschaftsbau durchzuführen. Grünen-Ausschussmitglied Michael Jäger ging mit der Firma hart ins Gericht. Diese habe zuletzt eine an den Trimm-Dich-Pfad angrenzende – circa einen Hektar große – Fläche erworben und ohne Genehmigung abgeholzt – „das ganze ist ein bisschen neben der Legalität“.

Planungsamtsleiter Asbree entgegnete, dass Meyer keine Genehmigung gebraucht und eine entsprechende Aufforstung an anderer Stelle gemacht habe. Darüber hinaus habe er die Fläche gegen Wildverbiss einzäunen, aber wohl nicht eine Rolle Stacheldraht am oberen Rand des Zaunes anbringen dürfen. Außerdem sei der Zaun ganz bis auf den Boden gezogen worden – was ebenfalls zum Schutz vor Wildverbiss nicht zwingend nötig sei. Ähnlich kritisch äußerten sich auch Ausschussmitglied Ludger Koopmeiners (CDU) und der Staatsforstener Ortsvorsteher Manfred Göken.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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