GARREL Ein Zelt, etwa 30 Frauen und Männer in gelb-roten Warnweste, Plakate und ein Feuer: Dieses Szenario zeigt sich auf dem Fußgängerweg vor der Lieken-Verwaltung in Garrel. Der Standort zählt 450 Beschäftigte. „Hier findet eine Mahnwache statt“, erläutert Matthias Brümmer, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die Region Oldenburg/Ostfriesland. „Mit Entsetzen und großer Verärgerung müssen wir feststellen , dass bei Lieken wieder einmal Werksschließungen das Mittel sein sollen, um das Unternehmen wirtschaftlich zu machen.“ So steht es in einem NGG-Flugblatt, das auf die Mahnwache hinweist.

Zum 1. September sollen zwei Werke der Lieken-Gruppe in Achim bei Bremen und Bernau bei Berlin geschlossen werden. Betroffen wären 350 Arbeitskräfte. Nach Gewerkschaftsangaben hat der Barilla-Konzern, zu dem Lieken gehört, seit 2001 elf Standorte geschlossen. Etwa 2000 Jobs gingen verloren. „Niemand weiß, wer der Nächste ist“, sagt Uwe Buch, Betriebsratsvorsitzende Produktion in Garrel. Aus Solidarität mit den Kollegen in Achim, die durch ihren Betriebsratsvorsitzenden Gerd Meinke vertreten sind, und Bernau sowie aus Sorge um ihre Arbeitsplätze haben sich die Garreler Belegschaftsmitglieder zur Mahnwache versammelt.

„Die Resonanz ist sehr gut . Besser als erwartet“, betont Brümmer. Ein Großteil der Gewerkschaftsmitglieder hatte sich für den Tag der Aktion Urlaub genommen. In den Pausen und nach Feierabend stießen weitere Arbeiter dazu. Für den Gewerkschaftsfunktionär handelt der Konzern nach dem Heuschreckenprinzip: Werk schließen, und die Brotproduktion an andere Betriebe vergeben. Die neuen Firmen drücken die Löhne. das geht auf die Kosten der Arbeitnehmer. Für die NGG geht es um einen Sozialplan, Übergangsregelungen und Qualifizierungen sowie eine Abfindungsregelung.

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