CLOPPENBURG Noch bis kommenden Freitag absolvieren rund 150 Schüler der Klassenstufe zehn am Clemens-August-Gymnasium ihr zweiwöchiges Schulpraktikum. NWZ -Praktikantin Alina Middendorf berichtet über die Erfahrungen ihrer Mitschüler.

Mit einigen gekonnten Mausklicks am Computer retuschiert Simone Kemper die gerade zuvor von ihr aufgenommenen Fotos im Labor von Foto Meiners an der Löninger Straße. Begeistert – erzählt die 16-Jährige – sei sie von der Arbeit des Fotografen. Die verschiedenen Aufgaben vom Erstellen von Passfotos bis hin zur Bildbearbeitung machten sehr viel Spaß. Vor allem schaue sie immer wieder gerne bei Shootings zu und helfe hin und wieder auch ein bisschen.

„Mir macht das Praktikum richtig Spaß“, sagt Lara Böckmann, die bei der Buchhandlung Thalia in der Langen Straße den Berufsalltag erfährt. Gerade berät sie eine Kundin und empfiehlt ihr ein Buch. Vor allem der Umgang mit Menschen gefalle ihr, aber auch Bücher sortieren könne lustig sein.

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Melanie Konawaltschuk darf in der Schalterhalle der LzO Stadtmitte sogar schon Auszahlungsbelege für Kunden ausfüllen. „Zuerst war ich noch zurückhaltend, doch die Kunden sind sehr nett“, erklärt sie. Der Höhepunkt für sie war allerdings bislang der Blick in den Tresorraum. „Während des Praktikums bekommt man Einblicke in Bereiche, die einem sonst verborgen bleiben.“

Vor allem Jungs haben sich Praktikumsplätze in handwerklichen Betrieben oder Werkstätten gesucht – Dominik Menke arbeitet beispielsweise bei Mercedes Lüske an der Emsteker Straße. Er ist gerade dabei, mit einem Kreuzschlüssel die Reifen eines Autos zu wechseln. „Das ist eine Kleinigkeit für mich, genauso wie das Wechseln von Motoröl oder das Filtern von Getriebeöl“, berichtet er. Interessant findet er auch Abgasuntersuchungen oder größere Reparaturen.

Etwas anders sieht das Klassenkamerad Anton Steinbrecher, der wenige hundert Meter weiter bei VW Südbeck untergekommen ist. „Nach einigen Tagen kann die Arbeit des Kfz-Mechanikers monoton werden, wenn man immer wieder Reifen-und Ölwechsel durchführen muss. Dennoch gefällt ihm sein Praktikum. „Spannend wird es natürlich, wenn größere Reparaturen anstehen, die über die Routine hinausgehen.“

Über zu viel Routine im Beruf kann sich Lisa Prost nicht beklagen. Die Praktikantin im Kindergarten „Die Arche“ an der Fontanestraße absolviert vielfältige Aufgaben. Vom Spielen über Helfen beim Zähneputzen und Jacke anziehen bis hin zum gemeinsamen Essen mit den Kindern hat sie schon alles ausprobiert. Am Besten seien natürlich die Ausflüge, beispielsweise ins Schwimmbad, oder der Laternenumzug.

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