Die technische Entwicklung in der Landwirtschaft: So lautete das Thema im Sachkundeunterricht der sechsten Klasse der Heinrich-von-Oytha-Oberschule Friesoythe-Altenoythe. Einen praktischen Einblick erhielten die Schüler jetzt auf dem Hof Ewald Niemeyer, der leidenschaftlicher Sammler von Oldtimer-Traktoren und entsprechenden landwirtschaftlich Geräten ist. Die Schüler wanderten mit ihrem Klassenlehrer Sascha Oellerich von der Schule zum rund drei Kilometer entfernten Hof Niemeyer in Hohefeld. Nach dem Fußmarsch konnten sich die Schüler dort bei einem kräftigen Frühstück stärken, bevor sie die auf dem Hof bereitgestellten Traktoren sowie die schon historischen landwirtschaftlichen Geräte in Augenschein nahmen.

Neben den verschiedenen Oldtimermodellen präsentierte Niemeyer den Schülern auch einen topaktuellen Traktor, den ein Landmaschinenhändler zur Verfügung gestellt hatte, um die technische Entwicklung beispielhaft zu zeigen. Der Fendt 828 vario ist 260 PS stark, auf der Straße 60 km/h schnell und hat ein Eigengewicht von 9,45 Tonnen. Mit der Zugmaschine verbunden war auch ein entsprechend großer Pflug.

Die Mädchen und Jungen verfolgten interessiert die technische Entwicklung der Maschinen und Geräte in der Landwirtschaft, aber auch die Kühe auf dem Hof fanden das Interesse der Schüler und wurden liebevoll gestreichelt. Der Rückweg zur Schule brauchte nicht gelaufen werden. Mit einem Planwagen, von einem Oldtimer-Traktor gezogen, chauffierte Niemeyer seine Gäste zurück zur Schule.

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Die Teilnehmerzahl am Frauenfrühstück der Landfrauen Gehlenberg-Neuvrees-Hilkenbrook steigt von Jahr zu Jahr – und zwar ungebremst. Auch jetzt konnte Maria Bruns im Dorfkrug in Hilkenbrook, begeistert von dem Zuspruch, einen voll besetzten Saal begrüßen.

Nach dem Frühstück hielt Anne Kreiling von der Landwirtschaftkammer Niedersachsen für die 125 Landfrauen einen Diavortrag zum Thema „Widerstand zwecklos – der gesteuerte Kunde“. Unser Kaufverhalten sei außergewöhnlich gut erforscht. Besser als je zuvor wüssten Verkaufsprofis, was uns Freude bereitet, welche Vorlieben und Ängste wir haben und was wir uns wünschen.

Aber woher? Auf welche Weise werden Kunden unterschwellig angesprochen und in sanfte Kauflaune versetzt? Wie hält der Handel den Kunden möglichst lange im Geschäft? Schaffen es Anbieter und Hersteller, diese emotional zu binden? Hier spiele die Forschung im Bereich Neuromarketing eine wichtige Rolle.

Anhand vieler Beispiele behandelte Anne Kreiling diese und andere spannende Fragen rund um das Thema der Kaufentscheidung. So bewirke etwa die Wegführung durch ein Geschäft entgegen den Uhrzeigersinn, dass zehn Prozent mehr eingekauft werde. Da die meisten Kunden dann mit der rechten Hand die Waren aus den Regalen nehmen können, wird auch mehr in den Warenkorb gelegt, so Kreiling. Auch durch Gerüche, Licht, Musik und passende Raumtemperaturen würden die Sinne beeinflusst und damit das Kaufverhalten. In Gedanken ging die Referentin dann mit den Frauen durch einen großen Einkaufsmarkt und machte sie auf die möglichen Fallen der Warendarbietung aufmerksam.

Mit Werbebildern des Handels zeigte Kreiling Beispiele, wie man als Kunde durch die visuelle Ansprache auf ein bestimmtes Produkt gesteuert werden könne. Auch die Bildwerbung in den Medien wie im Fernsehen und Internet übe einen großen Einfluss auf die Menschen aus, sagte Kreiling.

Der Vorsitzende des VLF (Verein Landwirtschaftlicher Fachbildung) in Friesoythe, Heinz Madderken, konnte auf der jüngsten Generalversammlung Silvia Breher als Gastrednerin begrüßen. Die Referentin des Abends ist Rechtsanwältin und Kreisgeschäftsführerin des Kreislandvolkverbandes Vechta und CDU-Kandidatin für die Direktkandidatur für den Bundestagswahlkreis 32 Cloppenburg/Vechta.

Madderken berichtete zunächst über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Die Lehrfahrt ging im Juni über Amsterdam nach Cornwall in England und London. Die Abendveranstaltung im Juli führte zum Moorgut Kartzfehn in Bösel und zum Kraftfutterwerk Themann in Bösel. Im September führte eine Tagesfahrt den Verein zur Nordlandpapier GmbH in Dörpen und zur Johannesburg, einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Surwold. Im November bot der Verein eine Fahrt zur Euro Tier nach Hannover an. Alle Angebote wurden sehr gut angenommen, freute sich Madderken. Für die Lehrfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern sind noch Plätze frei.

Willehad Harms berichtete über Ein- und Ausgaben des Vereins bei 453 zahlenden Mitgliedern. Der Verein habe ein gutes finanzielles Polster. Somit können die Mitglieder auch 2017 zu sehr moderaten Preisen an den Veranstaltungen teilnehmen, versprach Harms.

Norbert Berssen berichtete über Standorte und Schulangebote der Friesoyther Berufsbildenden Schulen mit Schwerpunkt Agrarwirtschaft. Alle Jahrgänge hätten hohe Schülerzahlen.

Silvia Breher berichtete dann im Anschluss der Versammlung zum Thema „Aktuelle Herausforderungen für die Landwirtschaft im Oldenburger Münsterland“. Breher stellte zunächst einen Größenvergleich der Kreise Cloppenburg und Vechta in Bezug auf die Gesamtfläche, der landwirtschaftlichen Fläche, der Betriebe und der Tierzahlen dar. Die Nährstoffströme sind in beiden Kreisen ähnlich angelegt, so die Referentin. Zur politischen Situation in Deutschland und die Positionen der Parteien zur Landwirtschaft nahm Breher ebenfalls Stellung. Die CDU stehe für eine Weiterentwicklung der Landwirtschaft mit dem Ziel einer modernen Lebensmittelerzeugung.

Das Urteil der Kastenstände in der Sauenhaltung sowie der Initiative Tierwohl und das geplante Düngegesetz ab 2017 waren ebenfalls Themen. Breher erläuterte das niedersächsische Agrarstruktursicherungsgesetz für Verkauf und Pacht sowie das Wassergesetz in Bezug auf Ausbringungsverbot von Düngemitteln, Feldmieten und Gewässerrandstreifen.

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