Garrel Dass die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben, war und ist eine Mär. Bauern müssen heute genauso viel Kaufmann wie Landwirt sein. Was also tun, wenn es mit dem herkömmlichen Betrieb nicht so recht weitergeht? Vor dieser Frage stand Karl-Heinz Looschen, der drauf und dran war, auch aus Altersgründen seinen Betrieb aufzugeben. Bis sein Sohn Michael mit einem fast abenteuerlichen Vorschlag daherkam: Er wolle gemeinsam mit seinem Vater eine Wagyu-Zucht aufbauen.

Die Gruppe „Mann ü 60“ war jetzt Gast auf dem Wagyuhof Auetal. Wagyu-Rinder liefern das teuerste Fleisch, das es gibt. Die Tiere stammen ab von den Kobe-Rindern. Der Name ist geschützt für Tiere, die in dem japanischen Bezirk Kobe gezüchtet werden. Erst 1989 ist gelungen, in anderen Ländern mit der Zucht zu beginnen. Die Amerikaner waren beim „Embryonen-Klau“ beteiligt.

Das Fleisch von reinrassigen Tieren ist auf dem freien Markt nicht zu kaufen und hat seinen Preis: Für das beste Filetstück zahlen Liebhaber einige hundert Euro. 2013 wurden die ersten sechs Kälber auf dem Hof Looschen geboren, ein Jahr später noch einmal sechs.

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Jetzt geht es Schlag auf Schlag, bayerische Ammentiere sorgen für regelmäßigen Nachwuchs. In einigen Jahren wollen Vater und Sohn die größte Zucht Deutschlands betreiben.

Die Männer folgten mit Interesse den Ausführungen von Karl-Heinz Looschen über Zucht, Vermehrung, Fütterung und den Verkauf.

Hatte er bis zuletzt Enten- und Bullenmast betrieben, lernt der Landwirt jetzt vieles neu. Das galt sogar für den Stallbau. Dabei mussten eigene Ideen geplant und realisiert werden, es gab keine Wagyu-Ställe. „Wir sind auf einem guten Weg, es wird klappen“, sagte Looschen vier Jahre nach der Umstellung des Hofes.

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