Friesoythe Wenn das Glück über das Glücksspiel entscheidet: Nach einem Losverfahren zwischen der City-Spielhalle (Bahnhofstraße 21) und Löwen-Play (Bahnhofstraße 25) ist das Spiel für den Löwen nun endgültig aus. Ab dem 1. Juli tritt die Änderung des Glücksspielstaatsvertrags in Kraft. Diese besagt unter anderem, dass zwischen zwei Spielhallen mindestens 100 Meter Abstand liegen müssen. Da die Glücksspielhäuser an der Bahnhofstraße aber in direkter Nachbarschaft liegen, muss Löwen-Play nun schließen.

„Der Gesetzgeber hat vorgeschrieben, dass in einem solchen Fall wie an der Bahnhofstraße gelost werden muss. Zusammen mit einem Notar haben wir den Losentscheid vorgenommen“, sagt Annegret Brunemund-Rumker, Leiterin des Fachbereichs Ordnung- und Leistungsverwaltung der Stadt Friesoythe. Auf den ersten Blick also Glück für die City-Spielhalle. Nur bedingt.

Die Änderung des Glücksspielsstaatsvertrags hat ein klares Ziel: das Entstehen von Glück- und Wettspielsucht zu verhindern sowie das Glücksspielangebot bundesweit zu verringern. So muss sich auch die City-Spielhalle deutlich verkleinern. „Auch Mehrfachkomplexe sind nicht mehr erlaubt. Von ehemals drei Hallen darf die City-Spielhalle jetzt nur noch eine betreiben“, so Brunemund-Rumker. Inhaber der City-Spielhalle ist Bernhard Wilken aus Vrees. Das gleiche Schicksal ereilt das Admiral-Casino an der Lange Straße. „Auch hier wird von drei bis auf eine Halle reduziert. Welche Halle weiter betrieben werden soll, konnten sich die Eigentümer selber aussuchen“, so Brunemund-Rumker. Gleichzeitig muss auch die Anzahl der Automaten angepasst werden.

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Schon Anfang des Jahres haben aber auch die Betreiber reagiert. Die Inhaber der Spielstätten an der Bahnhofstraße stellten einen Härtefallantrag. „Der Gesetzgeber hat die Hürden für einen solchen Antrag allerdings sehr hoch gesetzt. So wurden beide Anträge abgelehnt“, berichtet Brunemund-Rumker aus dem Rathaus.

Nicht betroffen von der Neuregelung ist die kleine Löwen-Play-Filiale am Eichenweg und eine erst kürzlich eröffnete Spielhalle am Scheefenkamp. „Diese Anlagen sind keine Mehrfachkomplexe und bestehen nur aus einer Halle. Somit fallen sie nicht unter eine Änderungsklausel“, verrät Brunemund-Rumker.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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