Friesoythe /Sedelsberg Ein altes Sofa, ein in die Jahre gekommener Schrank, Metallreste oder die Unmengen an Laubblättern aus dem Garten, entsorgt wird bei der Abfalldeponie in Sedelsberg ganz unterschiedlicher Müll. Pro Tag befahren im Schnitt 100 Anlieferer das Deponiegelände, um ihren Müll beim Entsorgungszentrum abzuladen. Dort kann der Müll nach Abfallarten getrennt in bereitstehende Container entsorgt werden. Jeder, der selbst schon einmal Müll bei der Deponie zwischen Friesoythe und Sedelsberg abgeliefert hat, wird wissen, wie es dort abläuft.

Das Gelände hinter dem Entsorgungszentrum – die eigentliche Abfalldeponie – bekommt jedoch kaum jemand zu Gesicht. Es gibt im gesamten Nordkreis wohl kaum einen Berg, der mit den Ausmaßen der Deponie mithalten kann. Um herauszufinden, wie groß das Gelände überhaupt ist und welcher Müll dort eingelagert wird, hat die NWZ beim Landkreis Cloppenburg, dem Betreiber der Abfalldeponie, nachgefragt.

Wie groß ist die Fläche der Deponie?

Die gesamte Fläche des Deponiekörpers beträgt rund elf Hektar. Umgerechnet sind dies etwa 15 Fußballfelder. Theoretisch könnte dort also jeder Fußballverein im Friesoyther Stadtgebiet ein eigenes Feld bekommen, und selbst für die Saterländer Vereine wäre noch Plätze übrig.

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Wie viel Müll befindet sich auf der Deponie?

Stand Januar 2018 waren über eine Million Kubikmeter Müll eingebaut – 1 135 530 Millionen, um genau zu sein. Wie an der Fläche von elf Hektar zu sehen ist, wird der Abfall vor allem in der Breite verteilt. Dennoch beläuft sich die Höhe des Deponiekörpers auf 29 Meter. Dieser Berg wächst im Übrigen schon seit 1976, damals begann in Sedelsberg die Mülllagerung.

Wird der Platz bald aufgebraucht sein?

Wenn in gut 40 Jahren über eine Million Kubikmeter Müll zusammenkommen, ist die Frage nicht weit, ob denn der Platz demnächst aufgebraucht sein wird: Für mehr als die nächsten zehn Jahre ist eine Einlagerung gesichert. Ein Teilabschnitt der Deponie ist nämlich noch nicht ausgebaut. Die Gesamtkapazität der Deponie beträgt 1 378 000 Kubikmeter, das Restvolumen beträgt daher zurzeit rund 242 470 Kubikmeter. Genehmigt ist die Ablagerung von Abfällen in Sedelsberg auf unbefristete Zeit.

Welcher Müll wird eingelagert?

Bis 2005 durften noch Hausmüll, Sperrmüll oder ähnliche Gewerbeabfälle zur Deponie gebracht. Dies änderte sich im Mai 2005 durch eine Verordnung. Seitdem werden nur noch Abfälle mit einem sehr geringen Organikanteil in die Deponie eingebaut.

Dabei handelt es sich um Abfälle, die kaum noch biologisch abbaubar sind. Hierfür findet vor der Einlagerung in die Deponie eine mechanisch-biologische Behandlung (Rotte, Gärung) der Abfälle statt.

Warum wird das gemacht?

So wird das Volumen der zu deponierenden Abfälle verringert. Zudem ergeben sich daraus Vorteile für die Umwelt. Der in Sedelsberg abgelagerte Müll wird zu einem Großteil in der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Wiefels (Landkreis Friesland) verarbeitet. Jährlich kommen von der Anlage in Wiefels rund 7500 Tonnen des vorbehandelten Abfalls auf die Deponie. Dazu werden noch weitere 1500 Tonnen aus sonstigen Abfällen wie Asbestzement eingelagert.

Wie wird die naheliegende Umwelt geschützt?

Unter anderem sorgen eine vier Meter tiefe Tonbarriere und eine weitere Kunststoffdichtungsbahn dafür, dass es zu keinen nachteiligen Folgen für die Umwelt in der Umgebung kommt. Das Sickerwasser wird erfasst und gereinigt, so dass es keine negativen Einflüsse auf das Grundwasser gibt.

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