Friesoythe Das Jahr 2020 hat für den Kämmerer der Stadt Friesoythe schon zwei Herausforderungen bereitgehalten: Karsten Vahl ist seit dem 1. Januar 2020 zugleich auch Leiter des Fachbereichs 2 der Stadtverwaltung. Die zweite Herausforderung ist natürlich die Corona-Epidemie, die auch an den Finanzen der Stadt nicht spurlos vorübergehen wird.

Zur neuen Position des 50-jährigen Kommunalbeamten sagt Bürgermeister Sven Stratmann: „Für 2020 hatten wir uns die weitere Umstrukturierung der Rathausorganisation vorgenommen. Der Fachbereich 2 hat neben den bisherigen Zuständigkeitsfeldern Bürgerservice und Standesamt sowie Soziales den Finanzbereich zugewiesen bekommen.“ Damit möchte die Stadtverwaltung der Bedeutung des Finanzbereiches mehr als bislang gerecht werden. Außerdem sei es ihm und der Ersten Stadträtin Heidrun Hamjediers wichtig, die Führungsriege mit Mitarbeitern zu komplettieren, die fachlich wie persönlich „absolut integer“ sind, so Stratmann.

Vor seinem Einsatz im Finanzbereich bearbeitete Karsten Vahl mehrere Jahre Sozialhilfeangelegenheiten. Er könne hier gut an seine Kenntnisse von früher anknüpfen, sagt Vahl. Mit Maik Kathmann (Finanzen), Sarah Poschmann (Bürgerservice und Standesamt) und Nadine Langen (Soziales) hat er ein junges Team aus Bereichsleitern an seiner Seite. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut und wir haben alle Spaß an den neuen Aufgaben“, so Vahl.

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Ein Hauptanliegen ist dem Kämmerer nach wie vor die Finanzsituation der Stadt. „In den letzten Jahren haben wir uns hier deutlich verbessert. Es konnte ein guter Teil der Schulden abgebaut werden, und auch unsere Liquiditätslage ist gut.“

Vahl ist sich aber sicher, dass sich die Auswirkungen der Corona-Krise auch im Stadtsäckel bemerkbar machen werden: „Noch ist kein Effekt zu verzeichnen. Der wird sich aber naturgemäß mit einiger Verzögerung einstellen.“ Der Stadtkämmerer erwartet eine erhöhte Zahl von Stundungsanträgen sowie Herabsetzungen von Gewerbesteuervorauszahlungen. „Letztere werden aber von den Finanzämtern entschieden. Hinzu kommen grundsätzlich sinkende Einnahmen aus der Gewerbesteuer, wenn die Gesundheitskrise zur wirtschaftlichen Rezession führt“, sagt Vahl.

Er verweist auf die vielfältigen Möglichkeiten für Firmen und Unternehmen, sich im Bereich der Steuern Erleichterung zu verschaffen. „Mit Einsetzen der Corona-Maßnahmen erhalten viele Gewerbesteuerpflichtige mit den Bescheiden von uns ein Schreiben, in dem wir auf die Möglichkeiten hinweisen und Gespräche anbieten.“  

Dazu, wie stark sich die Krise auf die Finanzen der Stadt auswirken wird, vermag der Kämmerer heute noch keine Aussage zu treffen.

Einen Kassensturz hat die Verwaltung für August 2020 geplant. „Dann wird man sehen, ob wir unsere Haushaltsplanung per Nachtrag anpassen müssen.“ Bis dahin gelte aber, wie Vahl betont, was für die Stadt in den vergangenen Jahren ohnehin Vorgabe war: „Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit, Pflicht vor Kür.“

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