Friesoythe /Bösel Eine Hitliste über die Lebensleistung einer Kuh wird scheinbar nirgends geführt. Sicher ist aber, dass „Heyke“, eine Reagent-Tochter aus dem 75-Kühe-Stall von Mechthild Rolfes in Friesoythe-Schwaneburg, schon im vorigen Jahr mit 189 123 Kilogramm (kg) Milch absolute Spitze in Deutschland war. Jetzt legte sie noch einmal ein paar Liter zu und führt mit 193 237 kg Milch (neun Laktationen) klar vor „Dorina“ aus dem Grünefeld-Stall (Rhauderfehn), die es nach 14 Abkalbungen auf 182 431 kg brachte. Weiter nach vorne geht es aber nicht, denn „Heyke“ ist im Sommer gestorben.

International ist eine Bestmarke bekannt. 217 Tonnen Milch gab die Holstein-Kuh „Smurf“ des Milchbauern Eric Patenaude aus der Nähe von Ottawa bei elf Laktationen. Und Christina Schmitz vom Landeskontrollverband Weser-Ems in Leer hat bis 2002 zurückgeblättert und keine ertragreichere Kuh als „Heyke“ gefunden. Vor 15 Jahren gaben die Kühe in der Region im Schnitt 8000 kg Milch im Jahr, heute sind es fast 9000.

Im Cloppenburger Nordkreis werden in den Kontrollvereinen Friesoythe und Saterland/Barßel nur noch 3022 bzw. 3357 Kühe in nur noch 91 Betrieben gemolken. 15 Betriebe schieden in diesem Jahr aus; 345 Kühe sind es weniger.

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Mit den besten Herdenleistungen glänzt erneut Werner Tellmann aus Bischofsbrück. Die 50 Kühe gaben im Schnitt 12 348 kg Milch. Es folgen in der Eiweiß-Gewichtung Hubert Koopmann (Markhausen/38 Kühe/10 731 kg), Georg Harms (Bollingen/82/11 099 kg), Michael Lucassen (Elisabethfehn/150/10 771 kg), Mechthild Rolfes (Schwaneburg/10 986 kg) sowie die beiden Harkebrügger Milchbauern Ernst Lüken Feldmann (120/10 808 kg) und Franz Ritterhoff (85/10 540 kg).

Die höchsten 305-Tage-Leistungen des vergangenen Jahres verzeichnen vor allem die Kühe von Josef und Bernd Hatke (Bösel), die mit 22 Kühen auf den ersten 30 Plätzen im Kontrollverein Friesoythe vorne rangieren, und von Michael Lucassen. 14 der 21 besten Plätze haben seine Kühe, ganz vorne steht mit 15 951 kg Milch in der dritten Laktation „Almrose“, eine Selayo-Tochter.

„Cala“, eine Gandorf-Tochter aus dem Stall von Gerhard Kramer (Ramsloh), folgt zwar nach der vierten Laktation nur mit wenig Abstand (15 513 kg). Doch die Fett- und Eiweiß-Prozente, entscheidend für die Rangierung, sind deutlich geringer. Bei Hatkes Kühen lag deutlich „Idee 25“, eine Bogart-Tochter, vorne. Sie brachte es nach der vierten Laktation auf 16 718 kg Milch bei 4,99 Prozent Fett (4,08 Prozent sind der Schnitt).

Bleibt noch die Hitliste der besten Färsen – Rinder, die zum ersten Mal gekalbt haben – im Nordkreis. Bei Harms in Bollingen wurde eine „PerfectAlk“-Tochter mit 12 840 kg Milch erstmals gemolken, in Koopmanns Stall steht „Otti 347“, die es auf 12 950 kg Milch brachte. Ertragreiche Färsen hatten aber auch Tellmann (eine Album-Tochter mit 13 225 kg), erneut Harms (eine Bangard-Tochter mit 13 114 kg) und Lucassen. Dort brachte es eine Goldday-Tochter auf 12 507 kg Milch.

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