Friesoythe Schnell beim Bäcker ein paar Brötchen holen und über das Smartphone an der Kasse bargeldlos bezahlen: Was in anderen Ländern wie beispielsweise Island, in denen selbst kleinste Beträge mit der kontaktlosen Art des Bezahlens beglichen werden, völlig selbstverständlich ist, steckt in Deutschland – zumindest im ländlichen Bereich – noch in den Kinderschuhen. Die NWZ hat in einigen Friesoyther Geschäften nachgefragt, wie etabliert elektronische Bezahlmethoden sind.

In der Maxi-Apotheke Am Bahnhof sammelt man seit fast einem Jahr Erfahrungen mit dem kontaktlosen Bezahlen. Mitarbeiterin Manuela Stärk informiert, dass es hier die Möglichkeit gibt, durch einfaches Auflegen des Handys oder der EC-Karte zu bezahlen. Aber: „Ganz so oft haben die Kunden noch nicht danach gefragt.“

Der klare Vorteil sei, dass man die Karte nicht mehr aus der Schutzhülle herausziehen müsse. Die EC-, Kreditkarte oder das Smartphone werden nur noch an das Lesegerät herangehalten. Ein Einstecken der Karte wird überflüssig. Die Verbindung zum Abbuchen des Geldes wird dann über die sogenannte Nahfeldkommunikation NFC hergestellt. Sie ermöglicht die Übertragung von Daten über wenige Zentimeter Entfernung. Damit das Ganze mit dem Handy funktioniert, ist eine App erforderlich, die auch von den jeweiligen Banken angeboten wird. Das soll den Vorgang an der Kasse beschleunigen.

„Viele ältere Kunden trauen sich jedoch noch nicht, so zu bezahlen“, berichtet Stärk aus der Erfahrung. Dafür sei zu beobachten, dass junge Leute schon mal eher ihr Smartphone zücken würden – „wenn gerade keine Schlange an der Kasse ist“.

Ganz so weit ist man beim Sportgeschäft von Garrel an der Europastraße noch nicht. EC-Kartenzahlung sei zwar möglich, jedoch nicht kontaktfrei. Im neuen Jahr sei die Anschaffung eines modernen Geräts allerdings möglich, sagt Verkäuferin Edeltraud Nordenbrock: „Dann werden immer neue Ideen besprochen.“

Nur Bares nimmt weiterhin die Bäckerei Glup an der Lange Straße an. Bargeld komplett abschaffen? Für Verkäuferin Elisabeth Bullermann keine Option. Sie verweist auf die Möglichkeiten des Missbrauchs von Daten.

Zwar noch nicht mit dem Smartphone, aber schon kontaktlos per Karte kann der Kunde im Salon Wulfers bezahlen. Petra Wulfers glaubt, dass viele Kunden noch nicht wissen, dass kontaktloses Bezahlen überhaupt möglich ist: „Da muss man die Banken auf den Posten setzen.“

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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