CLOPPENBURG Die große Pflanz- und Pflegeoffensive hat Gartenexperte Bernhard Aumann jetzt bei Familie Klinker gestartet. Gleich mit einer ganzen Kolonne ist er im Nachtigallenweg eingefallen. Emsig macht sie sich ans Werk, gilt es doch, größere Umpflanzaktionen zu starten.

Einen neuen Platz sucht das Team für große Buchsbäume und eine hoch gewachsene Eibe. Letzterer Strauch, der im Süden des Hauses sehr ausladend geworden ist, soll Platz machen für die dahinter stehende Kletterrose. Gärtner Alexander Lohaus gräbt den stattlichen Strauch mit großem Ballen aus. Für den Transport in seine nur wenige Meter weiter liegende neue Heimat im Beet an der Straße sind fünf Helfer nötig. Die Schokoladenseite wird in Richtung Garten gedreht, die teils braune Rückseite, die am Haus stand, werde sich aber auch bald erholen, macht Aumann Hoffnung.

Jetzt ist vor allem eines notwendig: Wasser. Danach lechzen alle neuen Pflanzen im Garten von Familie Klinker. Viel davon braucht auch der neue Zierapfel „Malus Red Sentinel“, der beim Blick aus dem Küchen- und Wohnzimmerfenster ein echter Hingucker ist. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal für den Baum, der im Spalier in Form einer „großen Fliegenklatsche“ gezogen ist.

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Beschnitten werden sollen die Äste, die nach vorne oder hinten wachsen, in der Breite könne der Baum gedeihen. Bevor das Gewächs eingepflanzt wird, löst Bernhard Aumann die Wurzeln vom Ballen, damit sie sich schneller im Erdreich verankern können. Dann schichtet der Gartenexperte einen Gießrand auf, 20 bis 30 Liter Wasser passen rein. Mehrmals wird „geflutet“, auch in den nächsten Tagen müsse der Baum jeden Tag kräftig gegossen werden, rät Aumann, Inhaber der „Gärtner von Eden“ in Staatsforsten.

Um den Baum als Mittelpunkt werden die in der vergangenen Woche ausgewählten Stauden – darunter auch Waldsteinien – symmetrisch angeordnet. Die Abschnitte links und rechts davon – unterteilt durch kurze Hecken – prägt „geordnete Wildnis“, kommentiert Carsten Höfinghoff, für das Marketing der Aumann-Gruppe zuständig.

Recht bescheiden nimmt sich der Schmetterlingsbaum aus. „Der blüht hier nicht so richtig“, sagt Brigitte Klinker. Kein Wunder, diagnostiziert Gartenexperte Bernhard Aumann. Denn der Baum brauche ein sonniges Plätzchen. Flugs wird er ausgegraben und in den südlichen Gartenbereich verpflanzt, damit er künftig viele, viele Schmetterlinge anzieht.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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