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CLOPPENBURG In der Interessengemeinschaft sind 12 000 Mitglieder organisiert. Heinrich Dierkes ist jetzt der zweite Mann an der Spitze.

Von Michael Loots CLOPPENBURG - Heinrich Dierkes (49) aus Goldenstedt ist gestern in der Stadthalle in Cloppenburg von der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) einstimmig zum zweiten Vorsitzenden gewählt worden. Die ISN mit Sitz in Damme vertritt die wirtschaftlichen Interessen der Sauenhalter und Schweinemäster, bundesweit sind rund 12 000 Mitglieder in dem Verein organisiert.

Dierkes löst Bernhard Bonekamp aus Dülmen (NRW) ab, der seinen Stuhl aus Altersgründen räumte. Anlässlich seines Rückzuges gab es in der Stadthalle eine Premiere. ISN-Vorsitzender Franz Meyer zu Holte aus Damme heftete Bonekamp die goldene Ehrennadel ans Revers. Die Auszeichnung wurde erstmals verliehen.

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Zuvor hatte Meyer zu Holte in seiner Bilanz 2006 als das Jahr des Aufschwungs bezeichnet. Die Schweinehalter hätten wieder Geld verdient, um Löcher zu stopfen und zu investieren. In Deutschland sind im vergangenen Jahr erstmals über 50 Millionen Schweine geschlachtet worden. Das entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um knapp vier Prozent oder 1,9 Millionen Schweinen. Und der Trend setzt sich voraussichtlich in diesem Jahr fort.

Trotz der positiven Entwicklung fand der Vorsitzende aber auch mahnende Worte, vor allem für die Politiker. Um im Schweinemarkt Klarheit zu behalten, müsse das im Gesetzgebungsverfahren stehende Fleischgesetz ein Mindestmaß an Transparenz vorschreiben. Denn auch die von der ISN geforderte Entbürokratisierung dürfe nicht ausgerechnet dort beginnen, wo die nebulösen Machenschaften am weitesten verbreitet seien. Die Spielregeln in der Fleischbranche müssten für Verbraucher wie Erzeuger Sicherheit und Fairness beinhalten. „Die Fleischskandale der beiden letzten Jahre waren nicht von uns Bauern gemacht“, sagte Meyer zu Holte.

Das vergangene Jahr habe zudem gezeigt, so der Vorsitzende weiter, dass Seuchenzüge noch lange nicht der Vergangenheit angehörten. Dabei sei die ganze Debatte um Transportverbote und Aufkaufaktionen neu aufgerollt worden, als hätten die Verantwortlichen aus den Pestjahren 1994 bis 1996 nichts gelernt. Und auch Brüssel sei seit zwölf Jahren mit der damals angekündigten Schutzimpfstrategie keinen Millimeter vorangekommen.

Kritik übte Meyer zu Holte auch am staatlich hoch subventionierten Bioenergiemarkt, der den Schweinehaltern massive Konkurrenz um die Flächen beschere. „Wir dürfen nicht dem Trugschluss unterliegen, dass Biogasanlagen bei der Lösung der Nährstoffüberschussprobleme helfen könnten“, warnte er.

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