Essen Seit Juli des vergangenen Jahres ist Pastor Pater Dhaman Kumar Karanam in der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus in Essen tätig und hat sich durch seine offene und freundliche Art im Umgang mit den Menschen große Sympathien erworben. Nun versucht er, mit einem sozialen Projekt notleidenden Menschen in Indien zu helfen.

Erinnerungen

Das erste Mal war Pater Dhaman 2001 in Deutschland und als Praktikant in Dingden und Ochtrup und bis 2012 als Kaplan in Horstmar und Leer tätig. Danach ging es für fünf Jahre zurück in seine Heimat nach Indien. 2017 kam er zurück nach Horstmar und Leer, wo er als Pfarrer tätig war. Deutschland verbindet er besonders mit Pünktlichkeit, Fleiß und Sauberkeit. Gerne erinnert er sich daran, als er das erste Mal Schnee gesehen hat. „Alles weiß, was ist hier los,“ war seine Reaktion auf die weiße Pracht.

Geboren wurde Pater Dhaman, der der Ordensgemeinschaft der „Missionare des hl. Franz von Sales“ angehört, in Vinizianagaram im Bundesstaat Andra Pradesh. Fragt man in Deutschland nach Indien, wird oft zunächst das Taj Mahal oder Bollywood erwähnt.

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Nur die wenigsten wissen, dass Indien mit fast 1,3 Milliarden Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde ist und dort über 53 Millionen Menschen in extremer Armut leben. Rund 68 Prozent der indischen Bevölkerung müssen mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag auskommen, über 30 Prozent haben sogar weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung, obwohl Indien eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt ist.

Großes Engagement

Während seiner Zeit als Priester in Indien hat Pater Dhaman sich mit großem persönlichen Engagement für die Armen eingesetzt und Kleidung, Essen und Medikamente für Kinder, arme Familien und bedürftige Frauen sowie als „Hilfe zur Selbsthilfe“ Nähmaschinen besorgt, die ein gewisses Maß an Selbstständigkeit garantieren.

Als gravierend sieht er die großen Mängel in der Gesundheitsversorgung und der Bildung an, die zu großer sozialer Ungleichheit in dem siebtgrößten Land der Erde führen.

Pastor Pater Dhaman hat die Armut in seinem Heimatland nie vergessen. „Mit einem Euro pro Tag kann ein Kind mit Essen, Kleidung und Schulausbildung versorgt werden.“

Um einen Beitrag zur Bekämpfung der Armut in seiner Heimat zu leisten, hat Pater Dhaman das soziale Projekt „Spandana EoB“ ins Leben gerufen. Damit soll eine Kinderpatenschaft übernommen, ein Frauenentwicklungsprogramm unterstützt sowie Bedürftigen und notleidenden Menschen geholfen werden.

Not noch größer

„In einer Zeit der Corona-Pandemie ist die Not der Menschen noch größer als ohnehin schon,“ berichtet er. „Spandana“ heißt übersetzt „Innere Begegnung“. Spenden werden in vollem Umfang an die Betroffenen weitergegeben. Pater Dhaman versteht sich dabei nur als Vermittler. Es würden maximal die Kosten für eine Sammelüberweisung, die unter einem Euro betragen, entstehen.

Für Spenden ist von der Kath. Kirchengemeinde St. Bartholomäus ein Konto bei der Volksbank Essen-Cappeln eG (IBAN DE80 2806 3526 0010 4256 07) mit dem Stichwort „Spandana EoB (HoLe)“ eingerichtet. Auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt Weitere Infos gibt es unter Telefon   0160/ 99 71 14 43.

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