Neuvrees Die ersten Siedler hielt es nicht lang: Ihre Hütten wurden angezündet, sie wurden von ihren Grundstücken vertrieben. Einwohner der Muttergemeinde Vrees hatte wohl etwas dagegen, dass sich nördlich des Eleonorenwalds eine Dorf gründete. „Die Siedler wechselten damals recht schnell“, berichtet Gerhard Bruns (54). Und der kennt sich mit der Geschichte von Neuvrees hervorragend aus.

In diesem Jahr feiert die Bauerschaft ihr 225-jähriges Bestehen. Die bewegte Geschichte des Ortes aufzuarbeiten – damit ist der Ortsvorsteher Bruns in diesen Tagen fleißig beschäftigt. Vor allem die Chronik, die anlässlich des Jubiläums komplett überarbeitet wird, hält Bruns und die übrigen Mitglieder des Chronikausschusses, Friedrich Breyer, Saskia Eilermann, Heiner Wilken sowie Kerstin Bruns kräftig auf Trapp. „Bis zum 28. Juni muss alles stehen“, sagt Kerstin Bruns (24).

Seit zwei Jahren trifft sich der Chronikausschuss regelmäßig, mittlerweile sogar einmal in der Woche. Die Schrift von der 200-Jahr-Feier vor 25 Jahren ist zwar in der Struktur übernommen worden, wird aber komplett überarbeitet und ergänzt. Mit rund 900 Seiten rechnen die Verantwortlichen.

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Das große Jubiläum begeht der Ort dann vom 19. bis zum 21. Juli. Los geht es am Freitag, 19. Juli, mit einem Heimatabend. Ein „Hölskenball“ folgt am Sonnabend. Den Höhepunkt der Jubiläums-Feierlichkeiten bildet aber der Sonntag mit dem großen Festumzug.

„Wir rechnen mit rund 100 Fußgruppen und Wagen“, sagt Ortsvorsteher Gerhard Bruns. Die spiegeln Schlaglichter der Neuvreeser Geschichte wieder. Motivwagen zu Themen wie Landwirtschaft, Schmiedehandwerk, Hochzeit früher und heute, alte Schule oder Waschtag sollen gezeigt werden. Das Schnapsbrennen – früher weit verbreitet – darf nicht fehlen, gibt Gerhard Bruns schon mal einen Vorgeschmack.

Die Straßenzüge und Vereine sind bereits mit den Planungen für den großen historischen Umzug befasst, erläutern Gerhard Bruns und Tochter Kerstin Bruns. Musikgruppen werden für den musikalischen Rahmen sorgen.

Positives zieht die Dorfgemeinschaft noch heute aus dem großen Festumzug vor 25 Jahren zur 200-Jahr-Feier: „Das hat die ganze Dorfgemeinschaft zusammengeschmiedet“, berichtet Gerhard Bruns. Jeder Straßenzug würde noch heute regelmäßig gemeinsam feiern.

Dem Äußeren nach hat sich die Struktur des Dorfes in den vergangenen 140 Jahren kaum verändert: „Straßenstruktur und Grundstücksverläufe sind so, wie nach der letzen Markenteilung 1874“, berichtet Gerhard Bruns. Mit dem jetzt laufenden Flurbereinigungsverfahren wird sich das aber bald ändern.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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