Emstek Bei einem Informationsgespräch zwischen Bürgermeister Michael Fischer und Josef Lamping, Vorsitzender des Planungsausschusses, mit den Fraktionsvorsitzenden Georg Deselaers (CDU), Gabriele Kalvelage (SPD) und Willy Schnieders (FDP) bekräftigten alle Beteiligten ihre Befürchtung, dass die Trassenplanung für die 380-kv-Leitung von Conneforde über Cloppenburg-Ost nach Merzen einseitig beeinflusst werde – zu Ungunsten der Gemeinde Emstek.

Michael Fischer kritisierte scharf, dass der Landkreis die neue Trassenvariante F favorisieren und unterstützen würde. Diese Trasse verläuft parallel zur A 1 und belastet vor allem die Ortsteile Garthe, Drantum und Bühren. „Der Landkreis will nun alles Richtung Autobahn drängen. Das ärgert uns, denn Emstek ist bereits stark genug belastet mit der Autobahn, die die Gemeinde zerschneidet“, so Michael Fischer. Er forderte eine objektive und unvoreingenommene Prüfung der Trassenführung.

Auch die anwesenden Vertreter der Parteien kritisierten die Variante F einmütig als „unsinnig“. Dadurch würden die Gewerbegebiete, die entlang der Autobahn angesiedelt wurden, nachhaltig in ihrer Entwicklung gestört. Durch einen Trassenausbau entlang der Autobahn sei außerdem die Entwicklung des Eco-Parks nachhaltig beeinträchtigt, erklärte Fischer und verwies darauf, dass zum Teil bestehende Betriebe dann keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr hätten.

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„Es kann doch nicht sein, dass die landwirtschaftlichen Betriebe in Garthe, Drantum und Bühren, die dem Bau der Autobahn weichen mussten und damals ausgesiedelt wurden, nun erneut bestraft werden. Als Dank bekommen sie nun auch noch die Trasse“, erboste sich Lamping und verwies auf die negativen Folgen für die landwirtschaftlichen Betriebe in diesem Bereich.

Willy Schnieders plädierte mit Zustimmung der übrigen Parteienvertreter dafür, dass vorrangig die bestehenden Trassen untersucht werden sollten. Desalaer machte deutlich, dass möglichst wenig wertvolle Fläche verbraucht werden dürfe und dass bei der Planung einer solchen Trasse wirtschaftliche Gründe keine Rolle spielen sollten. Er verwies auf die Einsatzmöglichkeit von gasisolierten Leitungen, die einen wesentlich geringeren Platzbedarf hätten. Diese Leitungen seien zwar teurer, könnten sich aber durchaus bezahlt machen, war er sich sicher. „Wir sind eine Solidargemeinschaft, da müssen auch Alle ihren Teil an den entstehenden Kosten tragen“, so Deselaer. Im November soll der neue Trassenverlauf festgelegt werden.

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