Drantum /Cloppenburg Das Oldenburger Energieunternehmen EWE hatte das markante „Zentrum Zukunft“ 2008 im Drantumer Ecopark errichtet. Ziel des Projekts in dem interkommunalen Gewerbegebiet, in das das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen Euro gesteckt hatte, war es, zukunftsfähiges Wohnen im Hinblick auf Energieeffizienz, Kommunikation und Gebäudeautomatik zu präsentieren.

Doch schon Ende 2016 gehörte das „Zentrum Zukunft“ in seiner ursprünglichen Form der Vergangenheit an. „Der Betrieb war wegen relativ geringer Besucherzahlen nicht mehr wirtschaftlich darstellbar“, so Volker Diebels von der EWE-Konzernkommunikation am Mittwoch auf NWZ-Nachfrage.

Doch wie verwendet die Tochtergesellschaft EWE Netz, wo das „Zentrum Zukunft“ seit 2014 organisatorisch verankert ist, seit nunmehr zwei Jahren und acht Monaten den architektonisch auffälligen Bau? Aktuell – so Diebels – werde das würfelförmige Gebäude übergangsweise für interne Veranstaltungen und alternative Arbeitsräume genutzt. „Platzbedarf haben wir immer“, so Diebels wörtlich. Zudem arbeite die EWE momentan an einem Nachnutzungskonzept, das die interne Nutzung und die mit örtlichen Partnern beinhaltet. Wie das konkret aussehe, mochte Diebels auf Nachfrage nicht beantworten.

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Eine ähnliche Antwort bezüglich der künftigen Verwendung hatte EWE-Sprecher Christian Bartsch bereits im Mai 2017 der NWZ gegeben. Die EWE-Netz prüfe sowohl anderweitige interne Nutzungsmöglichkeiten, als auch die Vermietung an Externe, die in die Konzeption des Zweckverbands Ecopark passen würden, hieß es seinerzeit. „Ein Verkauf steht dabei aktuell nicht im Vordergrund“, betonte Bartsch damals. Die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter hätten anderweitige Tätigkeiten im Konzern übernommen. Kündigungen habe es nicht gegeben.

„Wir wollen hier Marktpartnern, Schulen, Hochschulen, Handwerksunternehmen, Architektur- und Planungsbüros oder auch Kommunen und Verbänden Schulungen zum Thema Energieeffizienz und neue Medien anbieten, um sie auf die Technologie der Zukunft einzustimmen“, hatte der damalige EWE-Vorstandschef Dr. Werner Brinker bei der Eröffnung des „visionären Zukunftslabors der Energiewelt“ gesagt.

Vieles im Bereich neue Medien und smarte Haushaltsgeräte, das in einer fiktiven Wohnung im „Zentrum Zukunft“ gezeigt wurde, ist inzwischen veraltet und somit nicht mehr in seiner ursprünglichen Form vorhanden. Dagegen gibt es im Keller noch anschauliche und praktische Antworten auf die Themen Heizung und Energieversorgung im Allgemeinen.

Wurde der Veranstaltungsort zunächst sehr gut angenommen – allein in den ersten beiden Jahren gab es rund 15 000 Gäste –, habe das „Besucherinteresse in den letzten Jahren nachgelassen“, sagte EWE-Sprecher Bartsch im Mai 2017.

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Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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