CLOPPENBURG Die Palliativmedizin ist die humane, die tröstliche und die wirkungsvolle Antwort auf den Ruf nach aktiver Sterbehilfe. Das findet der Chefarzt und Leiter des Palliativ-Stützpunktes Cloppenburg, Dr. Aloys Klaus.

Mehr als 90 Zuhörer

Gemeinsam mit dem Oberarzt und Leiter der Palliativstation, Dr. Wolfgang Heywinkel, sowie der Palliativ-Fachschwester Helga Horstmann berichtete Klaus vor mehr als 90 Zuhörern von der Arbeit auf der Palliativstation am St.-Josefs-Hospital Cloppenburg.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Eine Palliativstation in unserem Krankenhaus ist mehr als eine x-beliebige Leistungserweiterung, sie ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagte Klaus über das Selbstverständnis im Team. Palliative Versorgung sei ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von unheilbar kranken Menschen im fortgeschrittenen Stadium. Speziell angesprochen seien Tumorpatienten, Aidspatienten sowie Menschen mit dem ALS-Syndrom und anderen schweren Krankheiten in einem fortgeschrittenen Stadium.

„Es geht nicht nur darum, körperliche Beschwerden zu lindern, sondern um eine Methode zur umfassenden, ganzheitlichen Linderung von Beschwerden – auch in der sozialen, psychischen und spirituellen Dimension“, führt Dr. Klaus aus. Deswegen seien im Bereich der Palliativmedizin auch verschiedene Berufsgruppen angesiedelt. Dazu gehörten Pflegekräfte, Ärzte und Sozialarbeiter ebenso wie Seelsorger und Beschäftigungs- oder Musiktherapeuten, ergänzte Dr. Heywinkel.

Die Patienten werden umfassend menschlich, pflegerisch, medizinisch und psychologisch versorgt. Bei ihnen werden die belastenden Symptome gelindert – nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch seelische Not und spirituelle Krisen.

Stand 200 Jahre lang mehr die kurative (heilende) Medizin im Focus, geht es bei der Palliativmedizin um die Linderung von Leiden. Nach angemessener Diagnostik geht es immer um die an den Symptomen orientierte Therapie von Schmerz, Übelkeit, Problemen der Nahrungsmittelzufuhr, Atemnot, Verstopfung und darüber hinaus um die psychische Stabilisierung, um soziale Integration und spirituell-religiöse Angebote.

Begleitung bis zum Tod

„Vorherrschendes Ziel ist nach der Behandlung der Krise die Rückkehr nach Hause“, betonte Heywinkel. Doch nicht alle Patienten können nach Hause entlassen werden: Sie werden in den letzten Wochen und Tagen ihres Lebens begleitet, ergänzt Schwester Helga Horstmann.

Das Krankenhaus Cloppenburg verfügt über zwölf Palliativ-Betten. Die Palliativ Station in Cloppenburg ist Tag und Nacht unter 0 44 71/ 16 16 16 erreichbar.

Es geht um eine Methode zur

Linderung von Beschwerden

Dr. Aloys Klaus

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.