Friesoythe Noch gut erinnern kann sich Jochen Stuke an seinen braunen Anzug, den er 1975 an seinem ersten Arbeitstag in der Zentrale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) trug. An den ersten Tag, als er 1982 in Friesoythe in dem Haus arbeitete, in dem er als Kind aufwuchs und gespielt hatte. An die große Freude an dem Tag, an dem man ihn 1988 morgens zum Leiter der LzO-Filiale in Friesoythe machte und an die noch größere Freude, als er am gleichen Tag abends von seiner Frau Bettina erfuhr, dass er Vater werden würde. Und er erinnert sich gerne an vergangenen Freitag, als ihn seine Mitarbeiter von Zuhause abholten, um ihm eine zünftige Abschiedsfeier zu bereiten.

Abschied war auch das zentrale Thema am Montagabend in der LzO-Filiale in Friesoythe. Denn an diesem Tag wurde Jochen Stuke offiziell in den Ruhestand verabschiedet. „Eine lange Wegstrecke geht zu Ende“, sagte der 63-jährige Friesoyther, der 42 Jahre lang für die Sparkasse arbeitete, zuletzt als Direktor und Leiter Privatkunden der LzO-Regionaldirektion Friesoythe.

Er habe nach eigenen Aussagen mit großer Leidenschaft für die Bank gearbeitet und fühle sich der LzO sehr verbunden. Beim Festakt mit rund 250 Gästen dankte er allen Kollegen und besonders seiner Familie, die ihn auf seinem beruflichen Weg begleitet haben. Jetzt wolle er sich als Ruhestands-Azubi verstärkt seiner Familie, dem Sport und Reisen sowie der Kultur widmen.

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Da Jochen Stuke noch nie viel Aufsehen um seine Person gemacht hat, auch in seiner Abschiedsrede nicht, übernahmen andere die verdienten Lobeshymnen. Allen voran Gerhard Fiand, Vorsitzender des Vorstandes der Landessparkasse zu Oldenburg. „Sie haben die LzO mit in die Wiege gelegt bekommen“, sagte Fiand und erinnerte daran, dass bereits sein Vater Clemens Filialleiter in Friesoythe war und Familie Stuke in dem damaligen Filialgebäude wohnte. Die positive Entwicklung der Friesoyther Sparkasse sei daher eng mit dem Namen Stuke verbunden.

Den künftigen Ruheständler bezeichnete Fiand als einen „Mann der Tat mit beispielhaftem Einsatz“. Stuke habe nie den Chef rauskehren lassen und sei stets glaubwürdig und verlässlich gewesen. Er sei ein Vorbild und Motivator. „Uns verlässt ein hervorragender Fachmann und geschätzter Kollege. Einer, der von Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen geschätzt wird. Es fällt uns schwer, Sie gehen zu lassen“, sagte der Vorstandsvorsitzende abschließend.

Jochen Stuke trage das Sparkassen-Gen in sich, sagte Landrat Johann Wimberg. Und er agiere nach dem 3-H-Prinzip: „Höfliche Hartnäckigkeit hilft.“ Neben Verlässlichkeit zeichne sich Stuke auch durch eine besondere Menschlichkeit aus, sagte Wimberg und erzählte die Begebenheit, als Jochen Stuke einer Frau, die ihren Mann verlor und sich plötzlich allein um Kinder und Firma kümmern musste, geholfen hatte.

Im Namen der Friesoyther Kollegen trat Reiner Janssen ans Rednerpult. Er verglich Stuke mit einem Cheftrainer im Fußball, der ein besonderes Gespür für seine Spieler gehabt habe. „Die Art und Weise, wie er das Team geführt hat, werden wir vermissen“, sagte Janssen.

Bei netten Gesprächen und kühlen Getränken ging dann gemeinsam mit den vielen Gästen der letzte Arbeitstag von Jochen Stuke zu Ende.Im Zuge des Projektes „LzO 2020 “ hat der Vorstand der LzO den 43-jährigen Volker Raker aus Varrelbusch zum neuen Leiter für das Privatkundengeschäft im gesamten Landkreis Cloppenburg bestellt. Für das Firmenkundengeschäft wurde die LzO-Regionaldirektion Cloppenburg-Friesoythe neu gebildet. Der Saterländer Frank Naber hat hier die Position als Direktor übernommen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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