Betrifft: Klinik-Krise

Seit Wochen kämpfen die Mitarbeiter geschlossen mit großer Unterstützung der Patienten und Bürger für die Erhaltung unserer Orthopädischen und Rheumatologischen Klinik in Emstek. Operationen und konservative Behandlungen werden wie bisher weiter durchgeführt.

Unsere Klinik hat nicht nur einen orthopädischen Chefarzt. Wir haben eine ganze Reihe kompetenter Fachoberärzte (stellv. Direktor Priv. Doz. Dr. Maus, Dr. Dammann, Dr. Breul, P. Klauke, J. Kühling), sondern auch einen Facharzt K. Gesang und den Rheumatologische Chefarzt Dr. Duhme. Zudem haben wir kompetente Assistenzärzte, die wie das gesamte Personal mit vollem Einsatz für alle Patienten da sind.

Alle Mitarbeiter stehen trotz der Situation hoch motiviert an der Seite der Patienten, die zurzeit zahlreich stationär und ambulant von uns versorgt und behandelt werden. Wir danken allen für das entgegengebrachte Vertrauen und hoffen, auch in Zukunft auf sie zählen zu können.

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Am Freitag, 18. Januar unterstützten wir die Kollegen bei der Mahnwache in Löningen am Krankenhaus. Mittwochs um 18 Uhr finden Mahnwachen am Emsteker Krankenhaus statt. Alle, die uns beim Kampf um den Erhalt der Krankenhäuser unterstützen möchten, sind hierzu eingeladen.

Wir brauchen einander!

Monika Gerken, Jan Sievers (Mitarbeitervertretung in der Emsteker Klinik)

Ohne Weihbischof Heinrich Timmerevers ging im Nordwestradio die Sendung zur „Klinik-Krise in Südoldenburg“ in den Äther hinaus. Selbst die zuständigen Manager waren nicht präsent, von den „Geld gebenden“ Banken ganz zu schweigen. Offenbar will die Kirche kein Licht in das dunkle Kapitel der KKOM bringen.

Und wie verhält sich die große Politik im Krankenhaus-Dilemma? Immerhin ist die prekäre finanzielle Lage der Kliniken in unserer Region kein Einzelfall, denn laut Ärztekammer schreiben gegenwärtig allein in Niedersachsen mehr als 40 Prozent aller Krankenhäuser rote Zahlen. Anscheinend wird diese extreme Schieflage von den verantwortlichen Politikern zurzeit gerne ausgeblendet. Klare Aussagen sind in dieser unseligen Entwicklung jedenfalls kaum von ihnen zu hören.

Wählerwirksam beschränkten sich deshalb im Nordwestradio sowohl Clemens gr. Macke (CDU) als auch Renate Geuter (SPD) auf wohlmeinende „Forderungen“ und Absichtsbekundungen in dieser Sache. Doch werden die auch umgesetzt?

Andererseits erklärt zum Beispiel die CDU in ihrem „Regierungsprogramm 2013 – 2018“ unter dem griffigen Slogan „So machen wir das“ schriftlich: „Niedersachsen braucht ein aufeinander aufbauendes, abgestimmtes Konzept der Gesundheitsversorgungsstrukturen, das weitere Synergieeffekte ermöglicht und sowohl unter Kosten- als auch unter Qualitätsgesichtspunkten die Gesundheitsversorgung sektorenübergreifend verbessert.“

Sichert man so unmissverständlich die Zukunft aller kleinen Kliniken vor Ort?

Wenn es zudem nach der Referatsleiterin beim Verband der Ersatzkassen geht, müssen sich diese Häuser lediglich auf den „Weg machen“, um ihre Existenz zu behaupten. Sollten sie jedoch am Ende „weggemacht“ werden, ist zu befürchten, dass sich dann nicht nur Demonstrationszüge zum Wohnsitz des Weihbischofs in Bewegung setzen. Von einer weiteren Zunahme der „Partei der Nichtwähler“ einmal völlig abgesehen.

Bernd Stegemann Löningen

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