Hoheging Der Damwildring Baumweg und Umgebung hat während der Mitgliederversammlung im voll besetzten Saal der Gaststätte „Waldesruh“ in Hoheging den Forstoberrat Stefan Grußdorf aus Ahlhorn für die kommenden vier Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Er ist Nachfolger von Erich Kreye aus Ahlhorn, der nicht wieder kandidiert hatte.

Stellvertretender Vorsitzender bleibt Harald Nienaber aus Cloppenburg, Reiner Seeger aus Sage ist weiter Schriftführer. Als Beisitzer vervollständigen Albert Stahl (Ahlhorn), Heinz Otten (Garrel), Bernd Bröring (Bethen) und Herbert Pitann (Cappeln) den Vorstand. Musikalisch begleitet wurde die Versammlung von der Bläsergruppe im Hegering Emstek.

Kreye hatte den Waidleuten eine „Bejagung nach Augenmaß“ und eine weitsichtige Hege des Wildes bescheinigt, die dazu geführt habe, dass eine größere Zahl an alten Hirschen, die das Zielalter von acht Jahren und mehr erfüllt hatte, zur Strecke gekommen sei. Im vergangenen Jahr sei der Abschussplan von 200 Tieren fast perfekt erfüllt worden. Im Vorjahr war das gesteckte Ziel nur zu 70 Prozent erfüllt worden.

64 männliche und 127 weibliche Tiere wurden während der Jagdsaison von September bis Januar erlegt. Bestätigt habe sich die Vermutung, dass sich Teile des Wildbestands in andere Bereiche verlagert haben. „Revierinhaber, die sonst nur von Wechselwild sprachen, haben in letzter Zeit festgestellt, dass sich größere Rudel beständig dort aufhielten. Bei Schalenwildarten wie Dam- und Rotwild stellen wir diese Wanderbewegungen immer wiederfest“, so Kreye. Daher sei eine Einschätzung des Bestands und eine nachhaltige Bejagung auch nur großflächig möglich.

Insgesamt 22-mal mussten Waidleute im Berichtsjahr vorwiegend nachts tätig werden, um Fallwild von der Straße zu holen. „Auch wenn schon einmal in einem Jahr 46 Tiere mit Kraftfahrzeugen kollidierten, so kann uns die jetzige Zahl der Opfer des Straßenverkehrs beim Wild nicht zufriedenstellen“, erläuterte Kreye, der sich beim Cloppenburger Kreisjägermeister Herbert Pitann bedankte, der kürzlich das Anbringen von Reflektoren an einem Streckenabschnitt der Bundesstraße 213 im Bereich des Baumwegs unterstützte.

Für die neue Jagdsaison sieht der einstimmig verabschiedete Abschussplan die Freigabe von 57 männlichen und 170 weiblichen Tieren vor. Damit will man Wildschäden vorbeugen und die Bestandsstruktur verändern, da der Anteil der weiblichen Tiere in Fachkreisen als zu hoch eingeschätzt wird.

Albert Stahl, der mit Harald Nienaber und Stefan Grußdorf 50 Trophäen bewertet hatte, ging auf Besonderheiten der Geweihe ein.

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