Bartels kündigt Rückzug  an
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Erklärung Des Garreler Bürgermeisters
Bartels kündigt Rückzug an

Cloppenburg Mit dem Abbruch des ältesten Teils des Cloppenburger St.-Josefs-Hospitals soll nun Anfang 2020 begonnen werden. Dabei handelt es sich um den geklinkerten Teil an der Zufahrt zum Ärztehaus-Parkplatz und um den Mittelteil Richtung aktuellem Haupteingang. Das kündigte Krankenhaus-Geschäftsführer Lutz Birkemeyer am Donnerstag bei einem Pressegespräch an.

Wie berichtet, sollte nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts eigentlich Anfang dieses Jahres mit dem zweiten Abschnitt begonnen werden. Doch der Abriss wurde gestoppt, weil man sich in Hannover und in der Krankenhaus-Führung inzwischen klar darüber war, dass die Planungen von 2014 veraltet sind. Erstens sind die Isolierungsmöglichkeiten von Patienten offenbar nicht ausreichend: Denn die MRSA-Keimbelastung ist in Cloppenburg mit 3,06 fast doppelt so hoch wie an anderen Krankenhausstandorten in Deutschland. Auf Grund von Isolationen sind durchschnittlich zwölf der 252 St.-Josefs-Klinikbetten gesperrt.

Darüber hinaus stellte man sich in der Krankenhaus-Führung die Frage, ob in einem Neubau 15 Dreibett-Zimmer noch der aktuelle Stand sind. Es wurde umgeplant: Nun sind in dem neuen Trakt auf drei Etagen je zwei Einzelzimmer und 17 Zweibettzimmer vorgesehen. Diese Planung erfordert natürlich mehr Platz, genauso wie vorher nicht ausreichend vorgesehene Nebenraumzonen in den neu zu schaffenden Pflegebereichen. Und auch die Untersuchungs- und Behandlungszimmer wurden angesichts stark gestiegener Patientenzahlen (seit der Planungsphase um 20 Prozent) nicht mehr für auskömmlich gehalten.

Ergo soll die Nutzfläche des zweiten Bauabschnitts nun 1000 qm größer ausfallen als bisher geplant. Ins Erdgeschoss zieht nun die Caféteria ein, ins erste Obergeschoss kommen die medizinischen Untersuchungsräume und ins zweite, dritte sowie vierte OG die Patientenzimmer. Und sollte tatsächlich eine Neurologie mit 30 Betten in Cloppenburg eingerichtet werden, könnte diese in einem fünften OG Platz finden.

Das alles hat natürlich seinen Preis: Ohne die Neurologie – so schätzt Birkemeyer – haben sich die Baukosten bei inzwischen 47 Millionen Euro eingependelt. Ursprünglich war man 2014 von 28 Mio. Euro ausgegangen. Schon kurz danach wurde die Sanierung und Erweiterung des OP-Trakts dazugenommen, die Anfang/Mitte 2022 nach der Fertigstellung des zweiten Abschnitts als dritte und letzte Baumaßnahme für acht Mio. Euro umgesetzt werden soll. Mit 4,5 Mio. Euro schlägt nun die genannte Vergrößerung des Gebäudes im zweiten Teil um 1000 qm zu Buche. 3,5 Mio. Euro wird ein Technikkeller beispielsweise für Elektronik und Heizung kosten. Dieser war ursprünglich nicht vorgesehen, müsste aber auf Grund geänderter Bestimmungen gebaut werden. Und last but not least haben die verrückten Zeiten am Bau für eine Baukostensteigerung von derzeit drei Mio. Euro gesorgt.

„Nachdem die überarbeitete Planung von der Krankenhausbaubehörde in Hannover geprüft worden ist, erfolgt die abschließende Beratung zur Anpassung der Maßnahme mit einhergehender Aufstockung der Fördermittel im Krankenhausplanungsausschuss im Dezember diesen Jahres. Sofern es dort ein entsprechendes positives Votum gibt, können die Bauarbeiten zu Beginn des neuen Jahres wieder aufgenommen werden,“ skizzierte Birkemeyer das grobe Zeitraster.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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