CLOPPENBURG Zu unübersichtlich, unruhig und wenig einladend: Das Urteil über die Fußgängerzone, das Stephanie Janning vom Planungsbüro „Ingenieurplanung“ aus Wallenhorst am Mittwoch dem Planungs- und Umweltausschuss der Stadt ausstellte, war mehr als deutlich. Werbeaufsteller und -banner der Geschäfte stehen kreuz und quer in der Lange Straße, das Pflaster sei nicht schön anzusehen, ebenso wie die Laternen und Fahrräder stünden überall herum. Die Eingangsbereiche zur Fußgängerzone seien karg und teils kaum zu erkennen.

Janning präsentierte den Ausschussmitgliedern auch gleich Beispiele, wie die Innenstadt umgestaltet werden könnte: Das „Wettrüsten in der Werbung“ müsse eingedämmt werden, sagte Janning. Passagen sollten möglichst mit Schaufenstern gestaltet werden. Die Lange Straße könnte in der Mitte einen Flanierbereich auf einheitlichem Pflaster erhalten, Rinnen trennen den Flanierbereich von Vorplätzen der Geschäfte.

Glasdach für Lange Straße

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Die Beleuchtung könnte in Form von in der Höhe des zweiten Stockwerks aufgehängten Oberspannleuchten geschehen. Lichtinstallationen in Verbindung mit Wasser sind die Vorstellungen der Planerin für den Eingangsbereich zur Fußgängerzone an der Soestenstraße. Angedacht haben die Planer auch, die Lange Straße mit Glas zu überdachen.

Zur Innenstadt hin geöffnet werden soll auch der Marktplatz und die Münsterlandhalle: Sie soll nach den Planungen einen Eingangsbereich mit einer Lobby erhalten, eine Durchfahrt in Richtung Fritz-Reuter-Straße soll verhindert werden. Die Rote Schule bleibt nach den Planungen erhalten, jedoch erhält sie einen Vorplatz. Um eine Verbindung zur Innenstadt zu erhalten, könnte – so der Vorschlag der Stadtplaner – die Eschstraße verkehrsberuhigt werden. Offener gestaltet werden soll auch der Antoniusplatz.

Parkhaus in der Erde

Diplom-Ingenieur Matthias Desmarowitz stellte die Pläne zu Ansiedlung eines Einzelhändlers vor. Er verwies auf das Einzelhandelskonzept, dass bis 2014 zusätzliche 15 000 Quadratmeter Verkaufsfläche für realisierbar hält. Erste Priorität für die Ansiedlung eines Einkaufszentrums liege im Bereich zwischen Soeste und Bürgermeister-Heukamp-Straße. Dort müssten zusätzliche Parkflächen geschaffen werden – „am besten in der Erde“, so Desmarowitz. Für ein Parkhaus könnte es eng werden.

Unter dem Arbeitstitel „Stadt am Fluss“ haben sich die Planer auch Gedanken über die Einbeziehung der Soeste ins Stadtbild gemacht: Ein durchgehender Grünzug könnte die Soeste vom St.-Josefs-Hospital bis zur Mühlenstraße begleiten. Denkbar sei auch ein Fußweg auf Stelzen, eingelassen in das Flussbett oder Bänke neben einem Weg entlang der Soeste.

Gespräche mit Investoren gebe es bereits über ein medizinisches Zentrum, das zwischen dem Krankenhaus und der Mühlenstraße entstehen soll. Der Eingang des Hospitals sollte ebenerdig gestaltet werden.

In Fraktionen verwiesen

Auf Willen der CDU/FDP-Mehrheit sollen die Planungen zunächst in den Fraktionen beraten werden. Ludger Koopmeiners sah – trotz Gegenmeinungen aus den eigenen Reihen – Diskussionsbedarf. Die „Opposition“ reagierte mit Unverständnis. Gespräche mit Fachleuten und Investoren müssten geführt werden, die Entwicklung dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden, sagte Jutta Klaus (UWG).

Zwei Millionen Euro bis 2013 gibt es für die Umgestaltung aus einem Landes-Förderprogramm. Die Stadt muss einen Eigenanteil von 50 Prozent aufbringen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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