Cloppenburg Ein bisschen Angst vor dem siebten Jahr habe sie schon gehabt, sagt Elke Schwender im Rückblick auf den Nikolausmarkt im Cloppenburger Museumsdorf, der am vergangenen Wochenende wieder rund 20 000 Besucher in das Freilichtmuseum lockte. „Trotz des Aberglaubens ist aber alles gut gegangen“, schmunzelt die Mitorganisatorin bei einem Pressegespräch am Dienstag.

Und nach sieben Jahren konnte in diesem Jahr auch eine Premiere gefeiert werden – es schneite. „So wurde das Gelände in ein anderes Licht getaucht. Auch wir Mitarbeiter genießen es, das Gelände im Schnee mal anders zu sehen. Und Schnee entschleunigt“, erläuterte Karin Dieckmann, die auch zum Veranstaltungsteam gehört. So passte das Wetter wunderbar ins Konzept, dass bis heute vermitteln soll, dass die Uhr im Museumsdorf anders tickt, die Besucher beim Bummeln durch die beleuchteten Hütten und an den belebten Werkstätten vorbei entschleunigen sollen. „So gibt es bei uns auch keinen Ausstellerplan. Die Besucher sollen sich den Markt erlaufen“, erläutert Schwender, die auch für die Garten- und Landschaftsflächen im Museumsdorf zuständig ist.

Das Konzept gleiche einem Adventskalender. Hinter jeder Tür verberge sich beim Nikolausmarkt eine Überraschung, die es zu entdecken gibt. „Der Markt wurde von Anfang an gut angenommen, die Zahlen haben sich vervierfacht. Damit hatten wir anfangs gar nicht gerechnet“, so Schwender weiter. „Diese Veranstaltungen sind der Triebriemen, um auf das Museumsdorf aufmerksam zu machen“, erläutert Museumsdirektor Prof. Dr. Uwe Meiners. Broschüren zum Nikolausmarkt aber auch zur Gartenpartie würden besonders die inhaltlichen Aspekte beleuchten. „Emotional erreichen wir die Menschen durch Veranstaltungen. Events ziehen, Inhalte binden.“

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Der Museumsdirektor betonte, dass gerade der Nikolausmarkt in der Zeit der sinkenden Besucherzahlen ab November ein wirtschaftlicher Faktor sei. Das Freilichtmuseum solle jedoch nicht zu einem Messeveranstalter werden. „Wir wollen nicht zur Kulisse für Autoshows oder andere Veranstaltungen werden. Das hätten dann nichts mit den Inhalten zu tun“, so Meiners. Derzeit seien keine weiteren Veranstaltungen im Kalender des Museumsdorfes geplant. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass seine Nachfolgerin Dr. Julia Schulte to Bühne, von diesem Kurs abweicht. Meiners geht bekanntlich im März in Ruhestand.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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