Rat
Neuer Sportkomplex beim Stadion?

An das Projekt angegliedert werden soll der offene Jugendtreff. Die Stadt plant mit 13 Millionen Euro Baukosten.

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Cloppenburg Die Stadtverwaltung Cloppenburg will die alte Sporthalle an der Friesoyther Straße komplett sanieren oder neu bauen. Daran soll der neue offene Jugendtreff angegliedert werden. Ein weiterer Teil des ehrgeizigen Projekts ist die Schaffung von Umkleideräumen und Aufenthaltsmöglichkeiten für den Vereins- und Schulsport in den Räumen der alten Stadion-Tribüne. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) am Montag in der Ratssitzung auf 13 Millionen Euro. Und das Ganze will die Stadt aber nicht alleine tragen, sondern den Bund mit dessen Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ins Boot holen.

Der Fördersatz liegt bei maximal 45 Prozent, die Fördersumme wird in der Regel bei einer bis vier Millionen Euro liegen. Die Planungsphase ist für 2019/2020 vorgesehen, die Umsetzung für 2021/2022. „Ein ehrgeiziges Projekt“, erklärte Wiese. Um die Fördermaßnahme abwickeln zu können, brauche die Verwaltung zusätzliches Personal im Ingenieurbereich.

Der Rat folgte ohne Diskussion einstimmig den Plänen der Verwaltung; denn nun ist Eile geboten. Bis zum 20. September muss der Ratsbeschluss in Berlin eingereicht werden. Und bis zum 15. November soll der Vollantrag der vorausgewählten Kommunen in der Hauptstadt vorliegen. Insgesamt will der Bund mit einem Budget von 100 Millionen Euro 102 Projekte bundesweit fördern.

 Mehrheitlich hat der Ausschuss am Montag beschlossen, dem Kaufland-Markt den Bau eines eingezäunten Mitarbeiter-Parkplatzes mit 31 Plätzen zu ermöglichen. Die 15 mal 46 Meter große Fläche hinter dem Gebäude ist bereits aufgeschüttet und eine wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung seitens des Kreises schon erteilt. Scharfe Kritik kam von der SPD. Kaufland brauche in der derzeitigen Situation gar keine neuen Parkplätze, weil die vorhandenen mehr als ausreichten, so SPD-Fraktionschef Jan Oskar Höffmann.

Nach Angaben der Stadtverwaltung benötigt Kaufland diese Parkfläche, weil es ansonsten für 25 – rechtlich derzeit fehlende – Stellplätze bezogen auf die Größe des Marktes eine Ablösesumme an die Stadt zahlen müsste.

CDU-Ratsmitglied Paul Dahlke erklärte, dass Kaufland kostenfreien, öffentlichen Parkraum in seiner Garage geschaffen habe. Dafür sollte man dem Unternehmen vor dem Hintergrund der städtischen Parkplatzsituation dankbar sein.

FDP-Ratsmitglied Yilmaz Mutlu meinte, dass es keinen größeren „Wirtschaftsstandortzerstörer als die SPD“ gebe. Diese habe „Null-Komma-Null“ Ahnung. Um sich in der Stadt zu etablieren, müsse man Kaufland zwei bis drei Jahre Zeit geben.

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