Cloppenburg Rainer Gerling aus Herbergen (Gemeinde Essen) ist Deutscher Meister und Europameister. Der Züchter des Cloppenburger Rassegeflügelzuchtvereins holte sich den Titel auf nationaler Ebene in Hannover. Dort stellte er unter 18 000 Tieren die Hühner-Rasse Orloff, rotbunt aus.

Damit aber nicht genug. Selbst auf der mit 30 000 Kleintieren von Züchtern aus 26 Ländern beschickten Europaschau in der dänischen Stadt Herningen ging der Europameistertitel in der gleichen Rasse an Rainer Gerling. Darüber hinaus holte er sich für ein Huhn den Titel „Europa-Champion“.

Der Cloppenburger Verein kann sich aber nicht über diverse Titel freuen. Denn gleichzeitig verzeichnet der Vorstand des Traditionsvereins einen stetigen Mitgliederzuwachs. „Das Interesse an unserer Arbeit, besonders bei der Jugend, steigt gegenwärtig deutlich. So konnten wir kürzlich das 200. Mitglied aufnehmen“, freut sich Vereinschef Alexander Afelt.

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Das große Interesse an den gefiederten Tiere haben die Züchter auch bei ihrer jüngsten Schau in der Cloppenburger Münsterlandhalle zu spüren bekommen. Eine positive Bilanz zieht der 2. Vorsitzende Michael Menke. „Unsere Schau wurde von einer breiten Öffentlichkeit stark beachtet. Die Tatsache, dass die Ausstellung von mehr als 1000 Menschen besucht wurde und wir viel Lob erhielten, zeigt uns, dass wir so einiges richtig gemacht haben.“

Es sei toll, dass sich die Arbeit lohne: „Der Aufbau der Schau hat uns viel Mühe bereitet, aber ebenso viel Spaß gemacht“, ergänzt das Mitglied des Ausstellungsteams, Rainer Gerling die Ausführungen. „Überrascht waren wir, als am Morgen nach der Ausstellung rund 60 Mitglieder zum Abbau der Käfige in der Halle standen“, hebt Gerling das Gemeinschaftsgefühl im Verein hervor.

Ausruhen ist aber trotz des geglückten Events nicht angesagt. Jetzt stellen die Züchter ihre Spitzentiere auf überregionalen Schauen den Preisrichtern zur Bewertung vor. Danach gilt es, sich in den heimatlichen Anlagen auf die kommende Saison vorzubereiten und vor allem Nachwuchs aufzuziehen, der den Zuchtzielen der einzelnen Rassen möglichst nahe kommt.

Um das zu erreichen, ist viel Arbeit, aber auch ebenso viel Idealismus und eine ausgeprägte Liebe zum Tier erforderlich. Manche Stunden ihrer Freizeit verbringen die Züchter nicht nur bei der Fütterung, Hygiene und Pflege ihrer gefiederten Freunde. Nach dem Schlupf im kommenden Frühjahr wird die Entwicklung der Küken ständig beobachtet. Die Entscheidung, ob sie nach Körperhaltung, Auge, Kamm und Gefieder den Erwartungen der Züchter entsprechen, entscheiden letztendlich die Preisrichter auf den einzelnen Schauen.

„Ein Hauptaugenmerk legen wir auf die Erhaltung von deutschen Rassen, die vom Aussterben bedroht sind“, sagt Afelt. Nicht zu verkennen sei auch die Tatsache, dass die Rassegeflügelzucht ein wichtiges Reservoir für das Wirtschaftsgeflügel darstelle.

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