Cloppenburg Die Erkenntnis, dass wir mit unserem Konsumverhalten langsam, aber sicher unseren Planeten zumüllen, ist nicht neu. Exemplarisch lässt sich das nach wie vor am Verbrauch von Einweg-Kaffeebehältern ablesen – den so genannten „Coffee-to-go“-Bechern. Allein in der Stadt Cloppenburg werden stündlich 135 dieser Wegwerfartikel benutzt, unglaubliche zwölf Tonnen Einwegbechermüll fallen nach Angaben der Stadtverwaltung jedes Jahr an.

Noch schlimmer fallen die Zahlen für das gesamte Bundesgebiet aus: Hier sind es 320 000 Becher stündlich, 2,8 Milliarden im Jahr. Verbraucht werden zudem 1,3 Mrd. Kunststoffdeckel: macht zusammen 28 000 Tonnen Einwegbecher-Müll jährlich.

Auf Initiative der Cloppenburger Stadtratsfraktion „Sozialliberales Cloppenburg“ sprach sich der Stadtrat bereits in seiner Sitzung Anfang Juli einstimmig für die Einführung eines Mehrweg-Pfandbechers in der Soestestadt aus. Daraufhin hat die Stadtverwaltung jetzt einen ersten Bericht angefertigt, wie die Chancen auf die Einführung eines Pfandsystems für Kaffeebecher stehen.

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Und sie stehen nicht gut, wie der städtische Mitarbeiter Hans-Jürgen Koopmann berichtet: Die Inhaber von 19 Bäckereien, Tankstellen, Kiosken und Kantinen sowie Vertreter der Wirtschaftsgemeinschaft und des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Kreis Cloppenburg) hatte die Stadtverwaltung zu einem Runden Tisch eingeladen. Ergebnis: Lediglich fünf Teilnehmer waren gekommen, davon hatten drei Interesse an weiteren Schritten. Nach diesem ernüchternden Ergebnis ist nun ein weiteres Treffen im September geplant.

Parallel fragte die Stadtverwaltung bei mehreren Bäckereien im Stadtgebiet nach: Bislang hat keine Erfahrungen mit einem Pfandsystem, einige schenken den Kunden den Kaffee bereits in mitgebrachte Mehrweg-Becher ein. Ein Betrieb hat Einwegbecher, die kompostierbar sind. Alle hätten, so die Verwaltung, Bereitschaft zu einem gemeinsamen Treffen am Runden Tisch gezeigt – immerhin noch ein ermutigendes Signal.

Und schlussendlich setzte sich die Cloppenburger Stadtverwaltung mit Kommunen wie Emden, Wittmund und Oldenburg in Verbindung, die bereits ein Pfandsystem für Kaffeebecher eingeführt haben. Demzufolge lägen die Schwierigkeiten vor allem in der Umsetzung der Hygienevorschriften, wie Stadtmitarbeiter Koopmann erklärte.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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