Cloppenburg Scharfe Kritik hat das Cloppenburger FDP-Stadtratsmitglied Yilmaz Mutlu an Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann (SPD) geübt. „Die Zeiten der Planwirtschaft in Deutschland sind doch eigentlich seit dem Ende der DDR vor 30 Jahren vorbei“, so Mutlu am Montag in einer Pressemitteilung.

Wie berichtet, hatte die Friesoyther Verwaltung eine Stellungnahme zum regionalen Einzelhandelskonzept des Landkreises Cloppenburg abgegeben, in der sie sich gegen die Ansiedlung eines großen XXXLutz-Möbelmarkts in Cloppenburg ausspricht. Die Stadt Friesoythe sehe dadurch ihre Bestrebungen zur Stärkung des Einzelhandelsstandorts Friesoythe geschwächt, so Kreis-Pressesprecherin Sabine Uchtmann.

„So ein Möbelmarkt gehört nicht in die Nähe von Mittelzentren, sondern so eine Ansiedlung hat an Oberzentren zu erfolgen. Vielleicht steckt dahinter der Gedanke, dass Cloppenburg sich entwickeln kann und Friesoythe nicht“, hatte Stratmann in der vergangenen Woche bei einer Mitgliederversammlung des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Friesoythe gesagt.

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Mutlu und dessen Fraktionskollege Thorsten Persigla (UWG) können Stratmanns Unmut nicht verstehen. XXXLutz habe bereits mit dem Grundstückskauf und den begonnenen Planungen eine große Investition in den Wunschstandort Cloppenburg getätigt. „Über dieses Engagement freuen wir uns sehr“, so Persigla. Insgesamt investiere das Unternehmen hier 60 bis 70 Millionen Euro. Diese Investition gelte es zu schützen, auch im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit des Wirtschaftsstandorts Cloppenburg. Ebenso wichtig sei es, in der jungen Region Cloppenburg nicht nur Arbeitsplätze zu erhalten, sondern auch neue zu schaffen. Bei der Möbelstadt werde derzeit von 290 neuen Jobs gesprochen. „Jede Stadt im Landkreis hat die Möglichkeit, sich mit ihrem Konzept bei den Unternehmen zu präsentieren“, so Mutlu. Wenn sich eine Firma für einen Standort entschieden habe, dann sollte diese Entscheidung akzeptiert werden. Zu hinterfragen sei doch eher, warum das Pendel zugunsten des einen, statt des anderen Standorts ausgeschlagen sei. Mutlu: „Selbstreflexion ist hier angebrachter als der Versuch, eine Bereicherung der Einkaufslandschaft im Landkreis Cloppenburg verhindern zu wollen.“

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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