Cloppenburg Einen Auftrag über 36 Millionen Euro hat jetzt der international operierende Industriedienstleister Bilfinger an Land gezogen. Federführend bei der Umsetzung ist die Filiale Bilfinger Ems Cloppenburg mit rund 500 Mitarbeitern.

Im Auftrag der Trans Europa Naturgas Pipeline GmbH & Co. KG (TENP) übernimmt Bilfinger das Engineering, die Montage und die Inbetriebnahme einer kompletten Deodorierungsanlage in Baden-Württemberg an der deutsch-schweizerischen Grenze. In einer solchen Anlage wird der dem Erdgas hinzugefügte Geruchsstoff Tetrahydrothiophen (THT) wieder entfernt. Dieser soll auf Leckagen des sonst geruchsfreien Erdgases hinweisen. In Deutschland wird THT erst in den Systemen der lokalen Gasversorger injiziert und ist im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern nicht im Fernleitungssystem zulässig.

Bilfinger Ems verfügt nach eigenen Angaben über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Gasbehandlungsanlagen. Weitere beteiligte Gesellschaften sind die Bilfinger Bohr- und Rohrtechnik, die Bilfinger VAM für die Adsorber sowie die Bilfinger GreyLogix, welche für die Prozessleittechnik zuständig sein wird.

Als Engineering- und Servicefirma bietet die Cloppenburger Bilfinger Ems Dienstleistungen an, die den gesamten Lebenszyklus von Industrieanlagen begleiten. Das Leistungsspektrum reicht von der Beratung und Planung über den Bau und die Inbetriebnahme bis hin zur Instandhaltung von Anlagen für die Erdgas- und Petrochemische Industrie.

Bei der Deodorierungsanlage handelt es sich um einen der größten Aufträge, die Bilfinger Ems bislang im Projektgeschäft erhalten hat. Verantwortlich im Vertrieb war Stephan Lübbehüsen. Verantwortlicher Projektleiter in Cloppenburg ist Tim Kurth. „Wir freuen uns sehr, dass wir den Zuschlag für diesen Auftrag erhalten haben. Dies bestätigt das Know-how von Bilfinger Ems im Bereich Engineering/Anlagenbau“, erläutert Bilfinger-Ems-Geschäftsführer Karsten Hoffhaus.

Die Trans Europa Naturgas Pipeline ist eine wichtige europäische Nord-Süd-Verbindung für den Transport von Erdgas. Sie besteht aus zwei parallelen Gashochdruckleitungen und verläuft über rund 500 Kilometer von der deutsch-niederländischen bis an die deutsch-schweizerische Grenze. Eigentümerin der Pipeline ist die TENP, an der die Open Grid Europe GmbH mit 51 Prozent und die Fluxys TENP GmbH mit 49 Prozent beteiligt sind.

Diese Anlage solle – so Bilfinger Ems – einen entscheidenden Beitrag zur Flexibilisierung beim Gasimport aus Ländern mit anderen Odorierungsverfahren nach Deutschland leisten.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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