Cloppenburg Weihnachten steht vor der Tür. Keine sechs Wochen mehr, um für die Liebsten das perfekte Geschenk zu besorgen. Doch jedes Jahr wird es komplizierter. Was soll man bloß verschenken? Ist es besser, früh oder auf den letzten Drücker zum Einkaufen loszuziehen? Die NWZ hat über Facebook bei Lesern und bei Geschäftsleuten aus Cloppenburg nachgefragt, wie es bei ihnen mit den Geschenken und dem Geschäft aussieht.

Facebook-Userin Sonja Funk gehört zur frühen Sorte: Sie geht schon im September für Weihnachten einkaufen. Dinge, die im vergangenen Jahr besonders populär waren, sind dann 50 Prozent günstiger. Was dann noch fehlt, wird gezielt ergänzt. Auch Sandra Heiden aus Cloppenburg ist „früh“ dran, wenn auch krankheitsbedingt: „Da ich Multiple Sklerose habe, fange ich meistens schon im Oktober an. Falls ich einen Schub bekomme, habe ich spätestens zum 20. November jedes Jahr alles geregelt. Meine Männer müssen nur den Tannenbaum aufstellen und schmücken. Geschenke sind alle verpackt, und so kann ich die Weihnachtszeit komplett stressfrei genießen.“

„Ich persönlich gehe ungern in die Stadt zum Weihnachtsshopping, denn ich habe das Gefühl, dass in der heutigen Zeit viele Wünsche aus dem Internet haben. Aus diesem Grund shoppe ich lieber online, und die Auswahl ist meist auch größer“, findet Viktoria Lass aus Essen.

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Da sie Lieferungen auf den letzten Drücker nicht so gut findet, wird Ende November – sobald das Weihnachtsgeld auf dem Konto ist – „bestellt, was nur geht“. Früher seien für sie Socken und Handtücher als Geschenk ein „No-Go“ gewesen. „Heute bin ich froh, diese geschenkt zu bekommen, da man seit dem Umzug merkt, wie wichtig sowas ist“, sagt die Essenerin.

Immer beliebter wird – auch zur Weihnachtszeit – das Verschenken von Gutscheinen. Diesen Trend beobachten die Cloppenburger Geschäftsleute. „So ab Mitte November, Anfang Dezember startet bei uns das Gutscheingeschäft“, sagt Oskar Laschinski von der Firma Intersport. Der Vorteil sei, dass die Gutscheine auch in allen anderen Intersport-Geschäften akzeptiert werden. „Der größte Teil des Umsatzes bleibt aber trotzdem hier in der Region“, sagt Laschinski.

Auch Rick Schouten von Schouten Blumen und Pflanzen findet das Verschenken von Gutscheinen gut. „Unsere Gutscheine sind ein schönes Mitbringsel. Wir investieren viel Zeit und Geld, um den Gutschein schön zu verpacken“, sagt er. „Einen Gutschein zu verschenken, lohnt sich immer und ist praktischer als ein Umtausch, wenn das Weihnachtsgeschenk doch nicht gefällt.“

Rolf Weigel vom Geschäft Weigel macht hingegen andere Erfahrungen. Für ihn lohne sich der Gutscheinverkauf kaum. „Wir verkaufen eher selten Gutscheine. Und wir machen häufiger die Erfahrung, dass sie hinterher gar nicht eingelöst werden.“

Oft sind Gutscheine bis zu drei Jahren gültig. Um sicher zu gehen, sollte der Beschenkte aber immer einen Blick auf den Gutschein werfen. So bleibt auch nach dem Fest die Freude groß.

Svenja Gabriel-Jürgens Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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