Cloppenburg Weitere Corona-Lockerungen für die Wirtschaft hat der Landesvorsitzende der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), Werner Lübbe (Langförden), gefordert. „Die Politik bremst uns zu viel“, sagte der Bauunternehmer am Montag bei einem Gespräch mit der hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Silvia Breher (Lindern) und der Cloppenburger MIT-Kreisvorsitzenden Ursula Bernhardt in der CDU-Kreisgeschäftsstelle. Ein Beispiel – so Lübbe – sei die Gastronomie: „Wie man mit den Leuten umgeht: Die Vorschriften verhindern schon, dass die Leute überhaupt reingehen.“

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das angekündigte „Programm für Überbrückungshilfen“ zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen für coronabedingte Umsatzausfälle. Dieses hat ein Volumen von 25 Milliarden Euro und soll vor allem dem Hotel- und Gaststättengewerbe, Catarern, Kneipen, Clubs und Bars, Jugendherbergen, Schullandheimen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, dem internationalen Jugendaustausch, Reisebüros, Profisportvereinen der unteren Ligen, Schaustellern, Unternehmen der Veranstaltungslogistik sowie Messe-Veranstaltern helfen.

Bei ihm selbst – so Lübbe, der eine Hallenbau-Firma betreibt – sei die Lage im Moment nicht dramatisch. Er habe eine Menge Vorlauf gehabt. Doch in den vergangenen zweieinhalb Monaten sei wegen der Kontaktbeschränkungen kaum etwas verkauft worden. Das könne sich im Herbst bemerkbar machen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Schlimm – so Lübbe – sehe es im exportabhängigen Maschinenbau aus. Hier nannte er nicht namentlich eine Firma aus dem Kreis Vechta, der das für sie wichtige USA-Geschäft fast komplett weggebrochen sei.

Es sei dringend geboten, so Breher, jetzt massiv zu stützen. Zurzeit befänden sich rund sieben Millionen Menschen in Deutschland in Kurzarbeit – ein befristetes System. Es müsse so schnell wie möglich die Wirtschaft angekurbelt werden, damit so wenige Menschen wie möglich am Ende ihren Job verlieren.

Schon jetzt – so MIT-Kreisvorsitzende Bernhardt, die in Cloppenburg ein Inkasso-Büro betreibt – habe die Corona-Krise viele Menschen hart getroffen. Sie berichtete von einer Familie mit zwei Kindern, Eltern beide in Kurzarbeit, die zudem gerade ein Haus gebaut haben.

Bernhardt begrüßte die deutliche Verbesserung bei der steuerlichen Verlustrechnung. „Das bringt unseren Unternehmen schnell Liquidität.“ Sie lobte darüber hinaus die Erleichterungen bei Restrukturierungs- und Insolvenzverfahren, die Verbesserungen im Steuerrecht, die geplanten Investitionen in digitale Infrastruktur sowie die Bürokratieerleicherungen.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.