Cloppenburg 38 Menschen im Landkreis Cloppenburg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein neuer Fall ist in Barßel hinzugekommen, eine Person ist in Lindern nicht mehr akut erkrankt, teilte die Kreisverwaltung am Dienstagnachmittag mit. Elf Menschen sind bereits wieder genesen.

194 Menschen befinden sich derzeit in Quarantäne, 304 waren es insgesamt. Zwei Abstriche seien am Dienstag im Testcenter abgenommen worden. Insgesamt sind demnach seit Inbetriebnahme bereits 102 Abstriche vorgenommen worden – 33 alleine am Montag. In stationärer Behandlung befindet sich derzeit laut Kreis ein Infizierter.

Die Fälle teilen sich wie folgt auf (in Klammern ist die Zahl der davon Genesenen aufgeführt): Barßel: 4; Bösel: 1; Cappeln: 0; Cloppenburg: 10 (1); Emstek: 5 (3); Essen: 1; Friesoythe: 3 (1); Garrel: 8 (3); Lastrup: 1; Lindern: 1 (1); Löningen: 3 (1); Molbergen: 0; Saterland: 1 (1).

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Schutzausrüstung

Der Landkreis Cloppenburg hat für die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet für eine Woche beim Land Niedersachsen einen Bedarf von 35 000 Schutzmasken FFP 2 und 3 angefordert. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport habe dem Landkreis Cloppenburg aktuell aber nur 300 Masken zur Verfügung gestellt, erklärte Kreis-Pressesprecher Frank Beumker am Dienstag auf NWZ-Nachfrage.

Bei den Schutzkitteln/-anzügen das gleiche Bild: Von 40 000 seien nur 1400 geliefert worden. Auch bei den Einmalhandschuhen seien deutlich weniger gekommen, so Beumker. Von 200 000 angeforderten kamen bislang nur 50 000 an. Über das DRK wurden zusätzlich noch 36 000 Handschuhe geliefert.

„Für den Landkreis Cloppenburg ist diese Materiallieferung vom Land Niedersachsen nicht zufriedenstellend“, so Beumker. Bei der laufenden Verteilung hätten daher nur die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen minimal beliefert werden können. Für Anfragen von niedergelassenen Ärzten sei kein Raum gewesen. Beumker: „Der Landkreis Cloppenburg ist bei diversen Quellen für die Schutzmaterial-Beschaffung aktiv.“

Keine Ratssitzung

Die Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 16. April sowie die des Stadtrats am 20. April in der Stadt Cloppenburg sollen abgesagt werden. Damit wird Cloppenburg nicht dem Beispiel der Stadt Delmenhorst folgen, deren Rat vergangene Woche unter freiem Himmel getagt hat.

„Aktuell sind wir so gut aufgestellt, dass wir die bereits getätigten Beschlüsse abarbeiten und weitere Entscheidungen vertagen können“, sagte die städtische Pressesprecherin Benita Meyer am Dienstag auf NWZ-Nachfrage. In der kommenden Zeit werde die Stadtverwaltung regelmäßig prüfen, ob Beschlüsse doch noch erforderlich werden und sich dann ein weiteres Vorgehen überlegen.

Wie berichtet, hatte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) bereits in der Vergangenheit des Öfteren vor dem Hintergrund der zahlreichen beschlossenen Investitionen eine Überlastung der Verwaltung beklagt. So waren im Haushaltsplan 2020 Investitionen von rund 38,4 Millionen Euro geplant. Beobachter der Szene gingen Anfang des Jahres davon aus, dass sich maximal die Hälfte der Investitionen auch tatsächlich 2020 realisieren lassen.

Der Verwaltungsausschuss einer Stadt kann bis auf weiteres Aufgaben des Rates übernehmen. Das Innenministerium in Hannover bestätigte am Montag auf Nachfrage der NWZ, die Zuständigkeit für einzelne, konkret zu benennende Angelegenheiten könne aufgrund der aktuellen Lage vom Rat auf den Verwaltungsausschuss übertragen werden. Dass Entscheidungen – wie zuletzt in Oldenburg vom Rat auf den Verwaltungsausschuss übertragen werden sollen – sehe die Cloppenburger Stadtverwaltung aktuell nicht vor, so Stadtsprecherin Meyer.

Der Verwaltungsausschuss sei auch ohne die persönliche Zusammenkunft handlungsfähig, da notwendige Beschlüsse auch per Umlaufverfahren gefasst werden könnten, ergänzte Meyer. Ein Umlaufbeschluss sei dann gültig, wenn alle Mitglieder ihre Zustimmung schriftlich – zum Beispiel per E-Mail – erklärten.

Mangelndes Verständnis

Obwohl das Kreishaus prinzipiell geschlossen und die Kfz-Zulassungsstelle in Cloppenburg nur für unaufschiebbare Angelegenheiten geöffnet ist, wird die Kreisverwaltung derzeit von Anfragen zu möglichen Zulassungen und Terminvereinbarungen regelrecht überrannt. „Viele Bürger äußern ihren Unmut über die Schließung bzw. die Abweisung von Zulassungsvorgängen in verbal unangepasster Weise, so dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Telefonate annehmen und unter ,Dauerbeschuss’ stehen, an ihre Belastungsgrenze stoßen“, teilte Kreissprecher Frank Beumker am Dienstag mit.

Der Landkreis Cloppenburg habe „absolut kein Verständnis für ein derartiges Verhalten“ und weise nochmals ausdrücklich darauf hin, dass zur Eindämmung des Coronavirus die Kfz-Zulassungsbehörde in Cloppenburg lediglich für unbedingt erforderliche Zulassungsvorgänge zur Sicherung der Daseinsvorsorge nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung eingeschränkt geöffnet sei. Es stünden nur begrenzt Termine zur Verfügung. Terminabsprachen erfolgen unter Telefon   04471/ 15-523. Es werden ggf. Nachweise (Gewerbeanmeldung, Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung etc.) zum Nachweis der Dringlichkeit verlangt werden.

Gruppe erwischt

Eine Personengruppe von vier Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren trafen Polizeibeamte am Montag auf einem Fußweg in der Nähe der St.-Andreas-Sporthalle an der Dechant-Hackmann-Straße in Cloppenburg an. Die Personalien der Jugendlichen wurden festgestellt.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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