Cloppenburg Respekt- und liebevoll nennt er seine Königin „Madame“ und sucht Wabe für Wabe den Bienenstock nach ihr ab. Klaus Ruf, neugewählter zweiter Vorsitzender des Imkervereins Cloppenburg, nennt insgesamt 13 Bienenvölker sein Eigen. Genauso respektvoll, ruhig und in voller Konzentration im Umgang mit den Bienenvölkern unterstützen die weiteren Vorstandsmitglieder Andreas Körber (1. Vorsitzender) und Carola Freise (Schriftführerin und Kassenwartin) Klaus Ruf bei der Begutachtung der Bienenvölker.

125 Jahre besteht der Imkerverein Cloppenburg in diesem Jahr und zählt 88 Mitglieder, darunter zehn Neuzugänge im Jahr 2019. „Die Imkerei erfreut sich immer größerer Beliebtheit“, stellten die drei Vorstandsmitglieder bei einem Pressegespräch am Freitagnachmittag fest. Und das nicht nur auf dem Lande, sondern gerade auch in den Städten. So hat auch Andreas Körber zwei Bienenvölker auf dem Balkon seiner Stadtwohnung in Cloppenburg platziert.

532 Völker sind landkreisweit gemeldet. Ziel des Imkervereins ist es, die Imkerei und Bienenhaltung vor Ort zu fördern und seine Mitglieder durch Fortbildungen, Hilfen im Seuchenfall, Beschaffung von Bienenfutter und Königinnen sowie Bereitstellung von Informationen aus Forschung, Entwicklung und der Praxis zu unterstützen.

Einen Großteil der Beratung gilt der Bekämpfung der Varroamilbe. „Unternehmen die Imker nichts, zerstört die Varroamilbe die gesamten Völker“, sagen die Imker und raten dringend zur Bekämpfung. Die Milbe entwickelt und vermehrt sich in der verdeckelten Brut des Bienenstocks und ist der gefährlichste Bienenschädling weltweit.

Klaus Ruf hat bei der Bekämpfung gute Erfahrung mit Ameisensäure gemacht. „Die Imkerei ist ein aufwendiges Hobby, aber es macht Spaß, und wir tun etwas Praktisches für den Naturschutz“, erklären die Drei.

Die Ansaat von Blühflächen, teilweise durch die Kommunen, halten die Imker für wichtig. „Jede Aktion hilft, aber sie muss nachhaltig sein“, verdeutlichen sie.

Durchschnittlich 20 Kilo Honig erntet ein Imker pro Volk. „Und der Honig schmeckt immer wieder anders“, sagen sie. Es sei das reinste Naturprodukt, das man kenne. Es habe sogar antiseptische Wirkungen und helfe bei Erkältungen.

Jeden ersten Donnerstag treffen sich die Mitglieder zum Erfahrungsaustausch in Meyers Waldschänke in Staatsforsten, wozu auch Nichtmitglieder und Interessierte herzlich willkommen sind.


  imkerverein-cloppenburg.de 
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