GLAßDORF Wenn Christopher Konen um 6.30 Uhr aufsteht und die Angestelltenwohnung auf dem Hof Lamping in Glaßdorf verlässt, heißt es im Schweinestall erst einmal: Duschen. Mit Hygieneshampoo müssen alle Angestellten durch eine Art Schleuse, sich komplett reinigen und den frisch gewaschenen Overall anziehen, damit sie zu den Tieren in den Stall können. Seit dem 1. August ist das morgens der erste Schritt im Arbeitsalltag von Christopher Konen aus Markhausen, der auf dem Hof von Josef und Christa Lamping in Glaßdorf eine Ausbildung zum Landwirt begonnen hat.

Kastrieren gehört dazu

„Hygiene ist das wichtigste auf dem Hof. Ohne die Dusche und ohne den frischen Overall und Stiefel kommt hier keiner in den Schweinestall“, sagt der 18-jährige Auszubildende. Nachdem der Stall gesäubert wurde, kümmert sich der Azubi um die Sauen. „Wir arbeiten hier in einem Zwei-Wochen-Rhythmus. Die Sauen werden belegt und werfen dann nach 115 Tagen die ersten Ferkel. Das werden dann meistens an die zehn bis 15 Ferkel pro Wurf“, berichtet Konen. Dabei dokumentiert die Sauenkarte, eine Art Akte der Schweine, über den Zustand der Sau und ihre Geburten und wann die Ferkel geboren wurden. Diese hängen direkt über den Boxen, in denen sich die Tiere befinden.

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Insgesamt befinden sich auf dem Hof Lamping rund 1200 Sauen. Gerade um die frisch geborenen Ferkel kümmert sich der junge Auszubildende gerne: „Damit die Ferkel der Mutter nicht in die Zitzen beißen, werden ihnen nach der Geburt die Zähne abgeschliffen. Ein Vorteil für beide“, sagt Konen. Auch das Kastrieren der Ferkel gehört zu seinen Aufgaben im Stall.

Für den 18-Jährigen ist die Ausbildung zum Landwirt nur eine Anfangsstufe für seinen weiteren Werdegang: „Mein Ziel ist es, Agraringenieur zu werden. Da ich aber nach der neuen zwölfjährigen Schulzeit nicht sofort an die Universität wollte, habe ich mich für die Ausbildung entschieden, um mehr praktische Erfahrung zu sammeln.“

Da der Agraringenieur ein weit gefächerter Beruf ist, geht es für Konen in seiner Ausbildung nicht nur um die Tiere. „Meine Alltag auf dem Hof besteht aus der Arbeit im Stall und auf dem Land. Auch Maschinenwartungen und Boden- und Pflanzenkunde stehen für mich auf dem Programm. Gerade die Arbeit mit unserer eigenen Futtermühle macht sehr viel Spaß“, sagt Konen. „Mein Traumberuf wäre Agraringenieur in der freien Wirtschaft. Es ist ein sehr innovativer und vielfältiger Beruf. Vertreter für Futtermittel wäre hier ein Beispiel“, so Konen.

Auch Frauen auf dem Hof

Auch sein Chef Josef Lamping freut sich über junge Menschen, die sich zu einer Ausbildung auf dem Land entscheiden. Auch Mädchen haben schon bei ihm auf dem Hof gelernt: „Die Ausbildung bietet viel. Für jeden, der nach der Schule und vor der Uni etwas Praktisches machen will, sind zwei Jahre auf dem Hof genau das Richtige.“

Noch bis zum Studium in zwei Jahren bleibt der Hof Lamping in Glaßdorf der Arbeitsplatz von Christopher Konen.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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