Neuvrees Die Bauarbeiten an den rund 40 Motivwagen, die für den großen Jubiläumsumzug anlässlich des 225-jährigen Bestehens von Neuvrees gebaut werden, gehen langsam dem Ende zu. An der Feldstraße unternahmen die Wagenbauer des Themas Buschkkerlze (Waldmänner) sicherheitshalber eine Probefahrt, die natürlich mit einem kleinen Grillfest endete. Porsche-Traktor-Fahrer Heinz Budde brachte die Fahrgäste sicher wieder zum Ausgangsort.

Als Waldarbeiter verdienten Neuvreeser früher ihren Lebensunterhalt. Der Eleonorenwald entstand zwischen 1896 und 1912. Der Wald, heute im Besitz der Ahrenberg-Meppen GmbH, erstreckt sich heute auf rund 2050 Hektar und liegt zu zwei Drittel auf Gebiet der Gemeinde Vrees, zu einem Drittel in Neuvrees. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Aufforstung der Heide- und Wehsandfläche, die auch bessere Böden in der Gegend bedrohten. Einen entscheidenden Beitrag zur Aufforstung trug die Entwicklung des Dampfpflugs bei. Rund 1200 Hektar wurden im Eleonorenwald tiefgepflügt, um aufzuforsten.

Herzog Engelberg-Maria von Arenberg ließ 1909 bis 1911 im Nordwesten des Eleonorenwaldes einen Hirschpark als fürstliches Jagdrevier errichten. Mit den Gemeinden Vrees und Neuvrees wurde vereinbart, dass der Neuvreeser Weg, der mitten durch den Eleonorenwald führt und das Waldgebiet in nahezu zwei gleichgroße Teile teilt, mit Toren abgesperrt werden durfte. Im Gegenzug sollten bei der Einstellung von Waldarbeitern Neuvreeser und Vreeser bevorzugt werden. Es entstand ein rund 2000 Hektar großes Wildgehege.

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1965 wurden die selbstschließenden Pendeltore an Ein- und Ausgang des Parks abgebaut. In den Folgejahren wurde der Eleonorenwald an verschiedene Pächter gegeben, ab 2005 wurde der Wildpark nicht wieder verpachtet, sondern von der Arendberg-Meppen GmbH in Eigenregie betrieben.

Der Wald wird wie viele weitere Schlaglichter Neuvreeser Geschichte auf dem großen Festumzug in Neuvrees am Sonntag, 21. Juli, Thema sein. Um 13 Uhr startet der Umzug, in dem viel Neuvreeser Lebens- und Arbeitsgeschichte zu sehen sein wird. An allen Straßen stehen in Scheunen oder Hallen die großen, fast fertigen Anhänger, bei deren Bau Richt- und Grillfeste gefeiert wurden. Endspurt ist bei vielen in der letzten Woche, wenn noch mit Tannengrün, Gras oder Moos Wagen verkleidet und geschmückt werden sollen.

Die passende historische Bekleidung hängt bei den meisten fertig auf dem Bügel und die Getränkeauswahl steht fest. Denn für die Zuschauer gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern sicherlich auch zu probieren. Im ganzen Ort sorgt das Fest für Spannung und Vorfreude.

Viele Gäste aus Nah und Fern werden zu den drei Festtagen erwartet. Am Freitag, 19. Juli, beginnen die Festlichkeiten mit dem Heimatabend, bei dem auch das 30-jährige Bestehen der Neuvreeser Schützenkapelle gefeiert werden soll. Am Sonnabend laden die Neuvreeser zum Hölskenball (Holzschuhball).

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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